Nasennebenhöhlenentzündung in Kürze
Eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis bzw. Rhinosinusitis) tritt häufig im Zuge einer Erkältung auf. Typisch sind eine verstopfte Nase, Druck oder Schmerzen im Bereich von Stirn, Wangen oder Augen sowie ein eingeschränkter Geruchssinn. Eine akute Sinusitis heilt oft von selbst ab. Nasenspülungen, geeignete Nasensprays und Schmerzmittel können die Beschwerden lindern. Bei starken, ungewöhnlichen oder anhaltenden Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Was ist eine Nebenhöhlenentzündung?
Die Nasennebenhöhlen sind paarweise angeordnete, luftgefüllte Hohlräume im Schädel, die mit der Nasenhöhle verbunden und mit Schleimhaut ausgekleidet sind. Zu ihnen gehören die Stirnhöhlen, Kieferhöhlen, Keilbeinhöhlen und Siebbeinzellen. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung entzündet sich die Schleimhaut in der Nase und den Nebenhöhlen. Das tritt häufig im Zusammenhang mit einer Erkältung auf:
- Die Schleimhäute schwellen an, sodass Sekret schlechter abfließen kann.
- Dadurch können sich die Nebenhöhlen verstopfen.
- Durch die Verstopfung treten dann typische Beschwerden wie Druckgefühl, Gesichtsschmerzen oder eine eingeschränkte Nasenatmung auf.
Grundsätzlich können verschiedene Nasennebenhöhlen betroffen sein. Besonders häufig treten Beschwerden im Bereich der Kiefer- und Stirnhöhlen auf. Je nach Dauer und Verlauf unterscheidet man vor allem zwischen einer akuten und einer chronischen Nebenhöhlenentzündung.
Symptome der akuten und der chronischen Nebenhöhlenentzündung
Form | Typische Symptome | Dauer | Häufige Ursachen | Wichtig zu wissen |
|---|---|---|---|---|
Akute Sinusitis | Verstopfte oder laufende Nase, Druck oder Schmerzen im Bereich von Stirn, Wangen oder Augen, eingeschränkter Geruchssinn, teilweise Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit | 1-2 Wochen, Beschwerden können jedoch auch länger anhalten | Häufig im Zusammenhang mit einer Erkältung, meist durch Viren verursacht | Klingt häufig von selbst ab. Antibiotika sind deshalb meist nicht erforderlich. |
Chronische Sinusitis | Anhaltend verstopfte Nase, Nasenausfluss, Druck oder Schmerzen im Gesicht sowie eingeschränkter Geruchssinn | >12 Wochen | Häufig spielen zusätzliche Faktoren wie Nasenpolypen, Allergien oder anatomische Besonderheiten eine Rolle | Ärztliche Abklärung empfohlen, da häufig eine längerfristige Behandlung erforderlich ist. |
Medizinische Zusatzbegriffe
- Subakute Sinusitis: Beschwerden, die länger als vier, aber weniger als zwölf Wochen anhalten. Dieser Begriff wird im Alltag deutlich seltener verwendet.
- Rezidivierende akute Sinusitis: Mindestens vier akute Episoden innerhalb eines Jahres, wobei die Beschwerden zwischen den Episoden vollständig abklingen.
Wie lange dauert eine Nebenhöhlenentzündung?
Eine akute Nebenhöhlenentzündung bessert sich häufig innerhalb von ein bis zwei Wochen. In manchen Fällen können die Beschwerden jedoch länger anhalten.
- Akute Sinusitis: Die Symptome klingen meist innerhalb weniger Wochen wieder ab.
- Fehlende Besserung: Halten die Beschwerden länger an, werden stärker oder treten nach einer zwischenzeitlichen Besserung erneut deutlich auf, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
- Chronische Sinusitis: Bestehen typische Beschwerden länger als zwölf Wochen, spricht man von einer chronischen Nebenhöhlenentzündung. Sie sollte ärztlich abgeklärt werden.
Wann sollte man mit einer Nebenhöhlenentzündung zum Arzt?
Ärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn sich die Beschwerden nach etwa zehn Tagen nicht bessern, stärker werden oder häufig wiederkehren. Auch bei starken Schmerzen oder Verdacht auf eine chronische Sinusitis ist eine Abklärung sinnvoll.
Dringend abklären lassen: Schwellungen rund um die Augen, Sehstörungen, ausgeprägte Nackensteife, Verwirrtheit oder sehr starke ungewöhnliche Beschwerden.
Arten von Nebenhöhlenentzündungen
Art | Symptome |
|---|---|
Akute bakterielle Sinusitis | Bei Ihnen treten plötzliche Erkältungssymptome wie eine laufende oder verstopfte Nase oder ein Druckgefühl im Bereich der Nase auf? Klingen die Beschwerden innerhalb von 10 Tagen ab, spricht man von einer akuten Rhinosinusitis. |
Subakute Sinusitis | Halten die Symptome vier bis zwölf Wochen an, spricht man von einer subakuten Nebenhöhlenentzündung. |
Wiederkehrende akute Sinusitis | Dieser Begriff wird verwendet, wenn die Beschwerden innerhalb eines Jahres viermal oder öfter wiederkehren und jedes Mal weniger als zwei Wochen andauern. |
Chronische Sinusitis | Eine Entzündung der Nasenhöhlen wird dann als chronisch bezeichnet, wenn Symptome wie eine verstopfte Nase, Ausfluss, Schmerzen und ein Druckgefühl im Gesicht und verminderten Geruchssinn über einen Zeitraum von mindestens 12 Wochen bestehen. |
Erkältung, Allergie oder Nasennebenhöhlenentzündung?
Zwischen einer Erkältung, einer Allergie und einer Nasennebenhöhlenentzündung zu unterscheiden, ist nicht immer ganz einfach. Nicht selten zieht eine Erkältung auch die Nebenhöhlen mit in Leidenschaft und löst eine Nebenhöhlenentzündung aus.
- Eine Erkältung baut sich typischerweise schrittweise auf, erreicht ihren Höhepunkt und verschwindet dann langsam wieder. Zu den Symptomen zählen Abgeschlagenheit, Schnupfen, Husten, Niesen und Halsschmerzen. Je nach Schweregrad kann auch Fieber auftreten.
- Eine Nasenallergie ist eine Entzündung der Nase, die auf reizende Partikel (Staub, Pollen und Hautschuppen) zurückzuführen ist. Zu den Symptomen einer Allergie gehören Niesen, juckende Nase und Augen, verstopfte und laufende Nase und Schleim im Rachen.
Eine Nebenhöhlenentzündung und Allergiesymptome können zeitgleich mit einer Erkältung auftreten.
Erkältung vs. Allergie vs. Sinusitis vs. Grippe vs. COVID-19
Merkmal | Erkältung | Allergie | Sinusitis | Grippe | COVID-19 |
|---|---|---|---|---|---|
Beginn | Meist schleichend | Häufig nach Kontakt mit einem Auslöser | Oft im Anschluss an eine Erkältung | Plötzlich und heftig | Unterschiedlich, oft schleichend |
Gesichtsdruck | Eher selten | Ungewöhnlich | Typisch | Möglich | Eher untypisch |
Juckende oder tränende Augen | Selten | Typisch | Ungewöhnlich | Selten | Selten |
Niesen | Häufig | Sehr häufig | Möglich | Eher selten | Möglich |
Verstopfte oder laufende Nase | Häufig | Häufig | Häufig | Möglich | Möglich |
Geruchs- oder Geschmacksverlust | Möglich | Möglich | Möglich | Möglich | Möglich |
Husten | Häufig | Möglich | Möglich | Häufig | Häufig |
Fieber | Eher selten oder leicht | Ungewöhnlich | Möglich | Häufig | Möglich |
Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen | Möglich | Ungewöhnlich | Kopfschmerzen möglich | Typisch | Möglich |
Starke Abgeschlagenheit | Möglich | Möglich | Möglich | Typisch | Häufig |
Typischer Verlauf | Bessert sich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen | Hält bei anhaltendem Allergenkontakt an oder kehrt saisonal wieder | Beschwerden können mehrere Tage bis Wochen anhalten | Rascher Beginn, meist deutliches Krankheitsgefühl | Sehr unterschiedlich; leichte bis schwere Verläufe möglich |
Die Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung
Druckgefühl & Schmerzen im Gesicht
Zu den am häufigsten auftretenden Symptomen einer Nebenhöhlenentzündung zählen Gesichtsschmerzen. Durch die geschwollenen Schleimhäute kann Sekret schlechter abfließen. Dadurch können Druck und Schmerzen im Bereich der betroffenen Nebenhöhlen entstehen. Ein dumpfer Schmerz tritt zumeist an folgenden Stellen auf:
- an der Stirn
- auf beiden Seiten der Nase
- im Oberkiefer und in den Zähnen
- zwischen den Augen
Ihr Gesicht kann sich aufgrund des aufgestauten Drucks auch empfindlich anfühlen. Dies tritt in der Regel am Nasenrücken oder unter den Augen auf, kann aber auch auf der Stirn und den Wangen vorkommen.
Laufende Nase
Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung müssen Sie sich möglicherweise häufig die Nase putzen. Der Nasenausfluss ist trüb, grün, gelb oder gar eitrig, kommt aus den infizierten Nasennebenhöhlen und fließt in die Nasengänge ab.
Verstopfte Nase
Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen verursacht häufig eine Schwellung der Nebenhöhlen und Nasengänge und kann zu einer verstopften Nase führen. Das Atmen durch die Nase wird deutlich erschwert und auch Ihr Geschmacks- und Geruchssinn kann davon beeinträchtigt werden.
Sinus-Kopfschmerzen
Anhaltendes Druckgefühl und Schwellungen in den Nasennebenhöhlen können zu Kopfschmerzen führen. Da sich über Nacht Sekret angesammelt hat sind Sinuskopfschmerzen morgens oft am schlimmsten und können sich verschlimmern, wenn sich der Luftdruck in Ihrer Umgebung plötzlich ändert oder wenn Sie die Position Ihres Kopfes wechseln.
Husten
Wenn der Ausfluss aus den Nasennebenhöhlen in den hinteren Teil des Rachens abfließt, kann dies zu Reizungen des Halses führen. Ein hartnäckiger und lästiger Husten, der sich beim Schlafengehen oder morgens nach dem Aufstehen verschlimmern kann, ist oftmals die Folge. Um den Hustenreiz zu mindern, ist das Schlafen mit erhöhtem Kopf zu empfehlen.
Halsschmerzen & heisere Stimme
Angesammelter Schleim kann zu einem rauen und schmerzenden Hals führen. Die Halsschmerzen beginnen meist zunächst mit einem Kitzeln im Hals. Mit voranschreitender Zeit kann der Schleim den Rachen jedoch reizen und entzünden, was zu schmerzhaften Halsschmerzen und einer heiseren Stimme führt. Häufiges Husten und Räuspern kann eine heisere Stimme verschlimmern.
Fieber
Eine seltene Begleiterscheinung einer Sinusitis ist Fieber. Fieber ist ein Zeichen dafür, dass der Körper Viren oder eine Infektion verursacht durch Bakterien oder Pilze bekämpft. Bei einer Entzündung der Nebenhöhlen ist das Fieber jedoch meistens mit 38 und 39,4 °C nicht allzu hoch.
Schlechter Atem (Halitosis)
Der Schleim, der von den infizierten Nebenhöhlen produziert wird, kann schlecht riechen und den Rachen hinunter in den Mund tropfen. Viel Wasser trinken und häufiges Spülen des Mundes, Spülen der Nebenhöhlen oder Bürsten der Zunge können helfen, dieses Symptom zu verringern.
Ursachen einer Nebenhöhlenentzündung
Eine Nasennebenhöhlenentzündung wird üblicherweise durch virale oder bakterielle Atemwegsinfekte oder aber durch Pilze verursacht, die die Nasennebenhöhlen anschwellen lassen und diese blockieren. Sie kann grundsätzlichen jeden treffen, dennoch haben Menschen mit Nasenallergien, Nasenpolypen, Asthma und abnormalen Nasenstrukturen wie großen Nasenmuscheln ein höheres Risiko, an einer Nebenhöhlenentzündung zu erkranken:
Erkältungen
Der häufigste Auslöser für eine Nebenhöhlenentzündung ist ein durch Viren verursachter Infekt. Gelegentlich tritt eine Entzündung der Nebenhöhlen auch im Zusammenhang mit einer Infektion mit Bakterien auf. Eine Erkältung beginnt zunächst mit einer laufenden Nase und führt zu einer Anschwellung der Schleimhäute. Diese kann sich auf die Nebenhöhlen ausweiten und den Abfluss des Nasensekrets erschweren. Bakterien können sich ansammeln und zur Entzündung führen.
Allergien
Wer unter nasalen und saisonalen Allergien sowie Allergien gegen Schimmelpilze leidet, hat ein erhöhtes Risiko an einer Entzündung der Nebenhöhlen zu erkranken.
Polypen
Polypen werden oftmals fälschlicherweise mit den Rachenmandeln verwechselt. Tatsächlich handelt es sich bei Nasenpolypen um Wucherungen der Schleimhaut, die die Luftzufuhr durch das betroffene Nasenloch deutlich einschränkt. Üblicherweise bilden sich Nasenpolypen in beide Nasenlöchern gleichzeitig und führen zu einer erhöhten Absonderung von Schleim.
Nasenscheidewandverkrümmung
Die Nasenscheidewand ist eine Knorpellinie, die Ihre Nase in zwei Hälften trennt. Eine verkrümmte Nasenscheidewand bedeutet, dass sie auf einer Seite der Nase näher am Nasengang liegt als auf der anderen Seite. Das betroffene Nasenloch verstopft leichter und begünstigt die Entstehung einer Entzündung.
Vorerkrankungen oder Medikamente
Leiden Sie unter bestimmten Vorerkrankungen wie beispielsweise Asthma, Diabetes, Krebs oder AIDS ist Ihr Immunsystem geschwächt und anfälliger für die Erkrankung an einer Sinusitis. Nicht selten stellen auch Medikamente ein Risiko für eine Entzündung der Nasenhöhlen dar.
Rauchen
Das Inhalieren von Zigarettenrauch reizt die Schleimhäute und macht sie somit anfälliger für Infekte.
Was hilft bei einer Nebenhöhlenentzündung?
Schnupfen kann kräftezehrend sein und einem den Alltag deutlich erschweren. Unabhängig von der Ursache für Ihre verstopfte Nase gibt es einfache Möglichkeiten, den Heilungsprozess zu beschleunigen. Wir geben Ihnen einige Tipps mit und erklären Ihnen, was Sie tun können, um sich schnell besser zu fühlen und endlich wieder frei atmen zu können.
Nasenspülung mit Kochsalzlösung
Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung können dabei helfen, Sekret aus der Nase zu lösen und die Schleimhäute zu befeuchten. Dafür wird die Nase mithilfe einer Nasendusche mit einer geeigneten Salzlösung gespült. Achten Sie bei der Anwendung auf eine hygienisch saubere Nasendusche und eine korrekt angesetzte Kochsalzlösung. Fertige Nasenspülsalze erleichtern die richtige Dosierung.
Nasensprays
Je nach Art des Nasensprays unterscheiden sich Wirkung und Anwendungsdauer deutlich:
- Kochsalzsprays befeuchten die Nasenschleimhaut und können dabei helfen, zähes Sekret zu lösen. Sie enthalten keine abschwellenden Wirkstoffe.
- Abschwellende Nasensprays können die Nasenatmung kurzfristig erleichtern. Sie sollten jedoch nur wenige Tage angewendet werden, da bei längerer oder zu häufiger Anwendung die Nasenschleimhaut erneut verstärkt anschwellen kann.
- Kortisonhaltige Nasensprays wirken entzündungshemmend und können Beschwerden einer akuten oder chronischen Sinusitis lindern. Ihre Wirkung setzt meist nicht sofort ein, sondern entwickelt sich über mehrere Tage.
Welches Nasenspray geeignet ist, hängt unter anderem von der Art und Dauer der Beschwerden ab. Bei Unsicherheit können Sie sich ärztlich oder in der Apotheke beraten lassen.
Schmerzmittel
Bei Kopf-, Gesichts- oder Druckschmerzen können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol die Beschwerden lindern. Sie behandeln jedoch nicht die Ursache der Nebenhöhlenentzündung und beschleunigen die Heilung nicht. Auch rezeptfreie Schmerzmittel können Nebenwirkungen haben und sollten nur entsprechend der Packungsbeilage beziehungsweise nach ärztlicher oder pharmazeutischer Beratung angewendet werden.
Inhalieren und Wärme
Das Inhalieren von Wasserdampf wird von manchen Menschen als angenehm empfunden und kann vorübergehend das Gefühl vermitteln, dass sich Sekret leichter löst. Auch Wärme, beispielsweise durch eine warme Kompresse im Bereich von Stirn oder Wangen, kann subjektiv als wohltuend empfunden werden.
Beim Inhalieren mit heißem Wasser besteht bei Unachtsamkeit Verbrühungsgefahr. Besonders bei Kindern ist deshalb Vorsicht geboten!
Ausreichend trinken und sich schonen
Ausreichend Flüssigkeit zu trinken und dem Körper Ruhe zu gönnen, kann das allgemeine Wohlbefinden während eines Atemwegsinfekts unterstützen. Warme Getränke können insbesondere bei gleichzeitigem Husten oder Halsschmerzen als angenehm empfunden werden.
Medikamente zur Behandlung von Nebenhöhlenentzündungen
Obwohl Sie mit Hausmitteln bereits für eine Linderung der Symptome sorgen können, tragen rezeptfreie Medikamente oftmals ergänzend zum schnellen Abklang der Beschwerden bei. In der Hohenzollern Apotheke bieten wir Ihnen ein umfangreiches Angebot an Nasentropfen, Nasensprays und weiteren Medikamenten gegen Schnupfen.
EMSER Sinusitis Spray forte
Das EMSER Sinusitis Spray forte 15 ml zählt zu den beliebtesten pflanzlichen Nasensprays zur Behandlung von Nebenhöhlenentzündungen. Das Spray verstärkt den Abfluss von Sekret, ermöglicht Ihnen wieder frei zu atmen und befeuchtet die Schleimhäute. Nutzen Sie das Nasenspray zwei bis dreimal täglich und nehmen Sie jeweils maximal 3 Sprühstöße in jedes Nasenloch.
NASENSPRAY-ratiopharm Erwachsene kons.frei 15 ml
Das abschwellend wirkende NASENSPRAY-ratiopharm Erwachsene kons.frei 15 ml hilft dabei, die Schwellung der Schleimhäute zu reduzieren und ermöglicht Ihnen somit eine freie Nasenatmung. Nutzen Sie das Spray mehrmals täglich nach Bedarf mit ein bis zwei Sprühstößen je Nasenloch. Bitte beachten Sie, dass abschwellende Medikamente bereits ab einer Anwendungszeit von wenigen Tagen zu einem Austrocknen und einer dauerhaften Beschädigung der Schleimhäute führen können.
Sinupret extract
SINUPRET extract überzogene Tabletten 40 St ist ein pflanzliches Medikament in Tablettenform zur Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen. Über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen werden die überzogenen Tabletten dreimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser eingenommen. Sinupret extract wirkt schleimlösend und sorgt für freie Nasenhöhlen.
Braucht man bei einer Nebenhöhlenentzündung Antibiotika?
Meist sind Antibiotika bei einer akuten Nebenhöhlenentzündung nicht notwendig, da sie häufig durch Viren verursacht wird und von selbst abklingt. Antibiotika kommen vor allem infrage, wenn Hinweise auf eine bakterielle Infektion oder einen schweren Verlauf bestehen. Ob sie sinnvoll sind, sollte ärztlich abgeklärt werden. Auch gelb-grünes Nasensekret allein ist kein sicherer Hinweis auf eine bakterielle Infektion.
Abschwellende Medikamente können dabei helfen, die Schwellung der Schleimhäute zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern, die mit gereizten Nasengängen einhergehen. Viele abschwellende Mittel sind ohne ärztliche Verschreibung in der Hohenzollern Apotheke erhältlich, sollten aber ohne Beratung durch unsere Apotheker:innen nicht eingenommen werden. Grundsätzlich sollten Sie ein abschwellendes Mittel ohne ärztliche Aufsicht nicht länger als 3 Tage einnehmen. Nach 3 Tagen kann ein abschwellendes Mittel die Verstopfung und den Schnupfen sogar noch verschlimmern.
Aussichten und Heilung einer Sinusitis
Eine akute Nebenhöhlenentzündung klingt bei richtiger Behandlung in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Langzeitfolgen sind nicht unbedingt zu erwarten. Handelt es sich bei der Nebenhöhlenentzündung hingegen um eine chronische Sinusitis, ist der Verlauf der Erkrankung an sich meistens schwerwiegender. In diesem Fall ist der Besuch bei einem Spezialisten bzw. einer Spezialistin zu empfehlen, um der Erkrankungsursache auf den Grund zu gehen und mit der richtigen Langzeitbehandlung wiederkehrenden Infektionen zu vermeiden.
Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung kann länger als 12 Wochen dauern. Eine gute Hygiene, das Feuchthalten der Nebenhöhlen und die sofortige Behandlung der Symptome können dazu beitragen, den Verlauf der Infektion zu verkürzen.
Komplikationen einer Nasennebenhöhlenentzündung
Eine starke oder unbehandelte Nebenhöhlenentzündung wird dann gefährlich, wenn sich die infizierten Nebenhöhlen nahe dem zentralen Nervensystem befinden. Schwere Komplikationen sind selten, aber möglich. Komplikationen entstehen vorallem durch die Übertragung der Infektion auf das Gehirn oder in die Augenhöhle (Sehstörungen oder Blindheit). Diese Art von Infektionen tritt häufiger bei Kindern auf.
Auch Pilzinfektionen können in der Nasennebenhöhle auftreten. Unbehandelt kann eine schwere Pilzinfektion der Nasennebenhöhlen in die Knochen übergehen. Das Risiko ist jedoch auch hier gering.
Wann Sie wegen einer Rhinosinusitis zum Arzt gehen sollten
Die meisten Nasennebenhöhlenentzündungen lassen sich recht einfach selbst behandeln und klingen oft nach etwa 10 Tagen von selbst wieder ab. Wenn Ihre Symptome länger andauern, ohne dass eine Besserung eintritt, oder sich diese sogar verschlimmern, sollten Sie ärztlichen Rat aufsuchen. Achten Sie dabei insbesondere auf folgende Symptome:
Fieber
Nasenausfluss
Verstopfung der Nase
Gesichtsschmerzen
Wann Sie definitiv einen Arzt aufsuchen sollten
Da die Ursache Ihrer Nasennebenhöhlenentzündung weitere Behandlungsmöglichkeiten beeinflussen kann, ist es wichtig, eine:n Mediziner:in aufzusuchen, um eine definitive Diagnose zu stellen. Suchen Sie sofort eine:n Mediziner:in auf, wenn Sie Symptome eines ernsthafteren Infektes verspüren, wie z. B:
Fieber über 39,4°C
Verwirrung
steifer Nacken
Veränderungen der Sehkraft
andere damit verbundene Symptome, die besorgniserregend oder schwerwiegend sind
Wann eine Vorstellung beim HNO sinnvoll sein kann
Wenn Sie glauben, dass Sie eine chronische oder wiederkehrende Nebenhöhlenentzündung haben, sollten Sie um eine Überweisung zu einem oder einer HNO-Mediziner:in bitten. Möglicherweise sind bildgebende Verfahren und andere Tests erforderlich, um die Ursache Ihrer Symptome zu ermitteln. Haben Sie Nasenpolypen, eine verkrümmte Nasenscheidewand oder vergrößerte Nasenmuscheln kann gegebenenfalls eine Operation erforderlich sein.
Diagnose: So stellt der Arzt eine Nebenhöhlenentzündung fest
Für die Diagnose einer Nebenhöhlenentzündung nehmen Mediziner:innen eine umfangreiche Anamnese der Beschwerden und Symptome vor. Zusätzlich können die körperliche Untersuchung Ihrer Atemwege mit Hilfe eines Endoskops oder das Anlegen einer Kultur des Nasensekrets folgen. Bei Zweifeln oder zu näheren Diagnostik kann auch eine zusätzliche Blutuntersuchung helfen, eine Nebenhöhlenentzündung im Körper festzustellen. Sehr selten, aber in einigen Fällen dennoch sinnvoll: Bildgebende Untersuchung mittels eine Computertomografie (CT).
Sinusitis bei Kindern
Kinder leiden häufig an Allergien und neigen zu Infekten der Nase und der Ohren. Ihr Kind könnte eine Nebenhöhlenentzündung haben, wenn es folgenden Symptome aufweist:
- eine Erkältung mit Fieber, die länger als 7 Tage anhält
- Schwellungen um die Augen
- dicker, farbiger und eitriger Ausfluss aus der Nase
- Schleimbildung, die schlechten Atem, Husten, Übelkeit oder Erbrechen verursachen kann
- Kopf- und Ohrenschmerzen
Suchen Sie ärztlichen Rat auf, um die beste Behandlungsmethode für Ihr Kind zu bestimmen. Nasentropfen, Kochsalzsprays und Schmerzmittel sind allesamt wirksame Behandlungen für akute Nasennebenhöhlenentzündungen. Geben Sie Ihrem Kind keine rezeptfreien Husten- oder Erkältungsmittel oder abschwellende Mittel, wenn es unter 2 Jahre alt ist.
Die meisten Kinder erholen sich vollständig von einer Nebenhöhlenentzündung ohne Antibiotika. Antibiotika werden bei schweren Fällen von Nasennebenhöhlenentzündungen oder bei Kindern eingesetzt, bei denen es aufgrund der Erkrankung zu anderen Komplikationen kommt. Wenn Ihr Kind nicht auf die Behandlung anspricht oder eine chronische Nebenhöhlenentzündung entwickelt, empfiehlt es sich, einen HNO-Arzt oder eine HNO-Ärztin aufzusuchen.
Ist eine Nebenhöhlenentzündung ansteckend?
Eine Sinusitis ist an sich nicht ansteckend. Wurde sie jedoch durch Erreger wie Bakterien oder Viren ausgelöst, tragen Sie diese im Regelfall bereits vor Auftreten der ersten Symptome in sich und können Ihre Mitmenschen damit anstecken. Sind Sie sich also nicht sicher, ob Ihrer Erkrankung eine Allergie oder ein möglicher Infekt zugrunde liegt, sollten Sie rechtzeitig den Kontakt zu anderen Menschen einschränken und bekannte Hygieneregeln wie das Niesen und Husten in Ellenbogen und häufiges Händewaschen beachten.
Fazit: Nebenhöhlenentzündung loswerden
Nebenhöhlenentzündungen sind oftmals die Folge einer Erkältung und bringen unter Anderem Beschwerden wie Gesichtsschmerzen, Schnupfen, Kopfschmerzen, Husten und gelegentlich auch Fieber mit sich. Auch Abnormalitäten der Nasenstruktur wie Verkrümmungen der Nasenscheidenwand oder große Nasenmuscheln sowie Allergien oder regelmäßiges Rauchen können die Entzündung der Nebenhöhlen hervorrufen. Das Einatmen feuchter Luft, Nasenspülungen und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr führen zu einem Abschwellen der Nasenschleimhäute und mindert die Symptome. Unterstützend können Nasensprays, Nasentropfen und Tabletten eingenommen werden.
Bei besonders starken oder langanhaltenden Symptomen sowie einer chronischen Nebenhöhlenentzündung sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen. Eine unbehandelte, schwere Nebenhöhlenentzündung kann auf andere Organe oder Ihre Knochen übergehen und zu Komplikationen führen. Bei einer chronischen Erkrankung kann die Behandlung Ihrem Krankheitsbild entsprechend abweichen.
Häufige Fragen zur Nasennebenhöhenentzündung (FAQ)
Eine Nebenhöhlenentzündung selbst ist nicht direkt ansteckend. Wird sie durch eine Erkältung mit Viren verursacht, können jedoch die auslösenden Viren auf andere Menschen übertragen werden.
Eine akute Nebenhöhlenentzündung bessert sich häufig innerhalb von ein bis zwei Wochen, kann aber auch länger anhalten. Bestehen typische Beschwerden länger als zwölf Wochen, spricht man von einer chronischen Sinusitis.
Gegen Druck und Schmerzen können abschwellende Nasensprays kurzfristig die Nasenatmung erleichtern. Auch Nasenspülungen mit Kochsalzlösung und bei Bedarf geeignete Schmerzmittel können Beschwerden lindern.
Wärme kann bei einer Nebenhöhlenentzündung als angenehm empfunden werden und beispielsweise Gesichtsschmerzen lindern. Dass warme Kompressen oder Wasserdampf die Heilung beschleunigen, ist nicht ausreichend belegt.
Ob Sie mit einer Nebenhöhlenentzündung arbeiten können, hängt von der Stärke der Beschwerden und Ihrem Allgemeinzustand ab. Bei Fieber, starken Schmerzen oder deutlicher Abgeschlagenheit sollten Sie sich schonen und gegebenenfalls ärztlichen Rat einholen.
Antibiotika sind bei einer akuten Nebenhöhlenentzündung meist nicht notwendig, da sie häufig durch Viren verursacht wird. Bei Hinweisen auf eine bakterielle Infektion oder einen schweren Verlauf kann eine ärztlich verordnete Antibiotikabehandlung infrage kommen.
Bei einer Nebenhöhlenentzündung kommen Kochsalzsprays, abschwellende und kortisonhaltige Nasensprays infrage. Kochsalz befeuchtet die Schleimhäute, abschwellende Sprays erleichtern kurzfristig die Nasenatmung und kortisonhaltige Sprays wirken entzündungshemmend.
Die folgenden medizinischen Quellen, Handlungsempfehlungen und Fachinformationen wurden zur Erstellung dieses Artikels herangezogen. Sie dienen der wissenschaftlichen Einordnung und Qualitätssicherung der Inhalte.
- Bundesministerium für Gesundheit / gesund.bund.de. Nasennebenhöhlenentzündung: Symptome, Diagnose und Behandlung: https://gesund.bund.de/nasennebenhoehlenentzuendung
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / Gesundheitsinformation.de. Nasennebenhöhlenentzündung: https://www.gesundheitsinformation.de/nasennebenhoehlenentzuendung.html
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / Gesundheitsinformation.de. Mittel gegen akute Nasennebenhöhlenentzündung: https://www.gesundheitsinformation.de/mittel-gegen-akute-nasennebenhoehlenentzuendung.html
- Bundesministerium für Gesundheit / gesund.bund.de. Akute Sinusitis: https://gesund.bund.de/glossar/akute-sinusitis
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). S2k-Leitlinie Rhinosinusitis: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/017-049














