Vitamin D Mangel Symptome erkennen und behandeln

Vitamin D Mangel Symptome

Symptome erkennen & richtig handeln
Veröffentlicht: 21.10.2026 14:36
Geschrieben von: Jennifer Höhenberger

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Vitamin-D-Mangel entsteht häufig durch zu wenig Sonnenlicht, besonders in den Wintermonaten oder bei viel Zeit in Innenräumen.
  • Ein Vitamin-D-Mangel zeichnet sich häufig schleichend ab. Einige Symptome des Vitamin D Mangels können möglicherweise erst nach mehreren Monaten oder Jahren auftreten. Manchmal treten auch keine Symptome auf.
  • Bei einem ausgeprägten oder länger bestehenden Mangel können Muskelschwäche sowie Muskel- und Knochenschmerzen auftreten. Auch Müdigkeit, Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme werden teilweise damit in Verbindung gebracht, sind jedoch unspezifisch und können viele andere Ursachen haben.
  • Risikogruppen: Besonders gefährdet sind ältere und immobile Menschen, Personen mit dunkler Haut, wenig Sonnenexposition, Übergewicht sowie bestimmte chronische Erkrankungen.
  • Diagnose und Therapie: Bei anhaltenden Beschwerden und einem begründetem Verdacht lohnt sich eine ärztliche Untersuchung inkl. Vitamin-D-Bluttest; vor der Einnahme von Präparaten sollte die passende Dosierung ärztlich abgeklärt werden.
  • Ein langanhaltender Mangel kann Knochen, Muskeln und Stoffwechsel beeinträchtigen – etwa durch Muskelschwäche, Knochenschmerzen, Osteoporose oder Osteomalazie.

Was ist ein Vitamin D Mangel und warum kann er schädlich sein?

Wer ist betroffen?

Ein Vitamin-D-Mangel kann Menschen jeden Alters betreffen, darunter Säuglinge, Kinder und Erwachsene. Besonders gefährdet sind Personen, die wenig Sonnenlicht bekommen, sowie ältere Menschen und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.

Ein Vitamin-D-Mangel liegt vor, wenn der Körper nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist. Das sogenannte Sonnenvitamin spielt eine wichtige Rolle für den Knochenstoffwechsel, die Muskelfunktion und das Immunsystem. Es unterstützt die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm und trägt so zur Erhaltung gesunder Knochen bei.

Ein Vitamin-D-Mangel bleibt häufig zunächst unbemerkt, da er nicht zwangsläufig Beschwerden verursacht. Bei einer länger anhaltenden oder ausgeprägten Unterversorgung kann der Körper jedoch weniger Kalzium aufnehmen. Dadurch wird die Mineralisierung der Knochen beeinträchtigt. Mögliche Folgen sind Muskelschwäche, Muskel- und Knochenschmerzen sowie bei Erwachsenen eine Osteomalazie (Knochenerweichung). Langfristig kann eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung zudem die Knochengesundheit beeinträchtigen und das Risiko für Knochenbrüche erhöhen.

Was sind die häufigsten Symptome bei Vitamin-D-Mangel?

Ein Vitamin-D-Mangel verursacht häufig zunächst keine eindeutigen Beschwerden. Bei einem ausgeprägten oder länger bestehenden Mangel können Muskelschwäche, Muskelschmerzen und Knochenschmerzen auftreten. Auch Müdigkeit und Erschöpfung werden häufig damit in Verbindung gebracht, sind jedoch unspezifisch und können viele andere Ursachen haben.

Wie lange dauert es, bis sich die Symptome eines Vitamin-D-Mangels bessern?

Wie schnell sich Beschwerden verbessern, hängt vom Schweregrad des Mangels, der Behandlung und möglichen weiteren Ursachen ab. Der Vitamin-D-Blutwert kann sich innerhalb mehrerer Wochen verändern. Bis sich Muskelbeschwerden oder andere Folgen eines ausgeprägten Mangels bessern, kann es länger dauern. Eine pauschale Zeitangabe ist deshalb nicht möglich.

Was sind typische Symptome eines Vitamin D Mangels bei Erwachsenen?

Körperlicher Bereich

Mögliche Symptome und Folgen

Medizinische Einordnung

Muskeln & Bewegungsapparat

Muskelschwäche, Muskelschmerzen, verminderte Muskelkraft

Können bei einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel auftreten. Schwierigkeiten beim Gehen oder Treppensteigen sind möglich.

Knochen & Gelenke

Knochen- und Gelenkschmerzen, erhöhte Knochenbrüchigkeit

Charakteristische Beschwerden und mögliche Folgen eines länger bestehenden Mangels.

Energie & Leistungsfähigkeit

Müdigkeit, Erschöpfung, Abgeschlagenheit

Mögliche Begleiterscheinungen, die jedoch viele andere Ursachen haben können.

Psyche & Konzentration

Depressive Verstimmung, Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen

Niedrige Vitamin-D-Werte werden teilweise damit in Verbindung gebracht. Ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht ausreichend belegt.

Immunsystem

Erhöhte Infektanfälligkeit

Wird teilweise bei ausgeprägtem Mangel beobachtet. Häufige Infekte allein sind jedoch kein zuverlässiger Hinweis auf einen Vitamin-D-Mangel.

Haare & Haut

Haarausfall, Hautveränderungen

Mögliche Zusammenhänge werden wissenschaftlich untersucht. Es handelt sich nicht um typische oder diagnostisch aussagekräftige Mangelsymptome.

Langfristige gesundheitliche Folgen

Osteomalazie (Knochenerweichung), erhöhtes Knochenbruchrisiko

Ein schwerer, länger bestehender Vitamin-D-Mangel kann die Knochenmineralisierung beeinträchtigen. Er kann außerdem zur Entstehung von Osteoporose beitragen.

Was sind Vitamin D Mangel Symptome bei Kindern?

Körperlicher Bereich

Mögliche Symptome und Folgen

Medizinische Einordnung

Muskeln & Bewegungsentwicklung

Muskelschwäche, verminderte Muskelspannung, verzögertes Sitzen, Stehen oder Gehen

Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel kann die Muskelkraft und motorische Entwicklung beeinträchtigen.

Knochen & Skelett

O- oder X-Beine, Verformungen von Rippen und Wirbelsäule

Mögliche Anzeichen einer Rachitis infolge einer gestörten Knochenmineralisierung.

Schädelentwicklung bei Säuglingen

Weicher Hinterkopf, verzögertes Schließen der Fontanelle

Können bei einer ausgeprägten Rachitis auftreten und sollten kinderärztlich untersucht werden.

Wachstum & Entwicklung

Verzögertes Längenwachstum, Störungen der Knochenentwicklung

Ein länger bestehender schwerer Mangel kann das normale Knochenwachstum beeinträchtigen.

Schmerzen & Beweglichkeit

Knochenschmerzen, Druckempfindlichkeit, eingeschränkte Bewegungsfreude

Können im Zusammenhang mit einer Rachitis auftreten. Kleine Kinder können Schmerzen häufig noch nicht eindeutig benennen.

Kalziumhaushalt & Nervensystem

Muskelkrämpfe, Krampfanfälle

Bei schwerem Vitamin-D-Mangel kann ein ausgeprägter Kalziummangel entstehen, der Krampfanfälle auslösen kann. Diese sind ein medizinischer Notfall.

Immunsystem

Häufige Infekte

Werden teilweise bei Kindern mit Rachitis beobachtet, sind allein jedoch kein zuverlässiges Zeichen eines Vitamin-D-Mangels.

Wie entsteht ein Vitamin-D-Mangel und wann ist er am häufigsten?

Information

Die Symptome eines Vitamin D Mangels treten durch die geringere Sonnenstrahlung in den Wintermonaten häufiger als in den Sommermonaten. In dem Kontext werden die Symptome eines Vitamin D Mangels in der dunklen Jahreszeit auch als Winterdepression bezeichnet. Je nach Hauttyp und individueller Lebensweise können die Symptome jedoch auch in den Sommermonaten auftreten.

Vitamin D wird manchmal auch als Sonnenscheinvitamin bezeichnet, weil der Körper es aus Cholesterin herstellt, wenn die Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Es spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Immunsystems und ist auch entscheidend für die Gesundheit der Knochen und viele weitere, wichtige Funktionen im gesamten Körper. Spätestens zur kalten Jahreszeit erregt Vitamin D immer wieder Aufmerksamkeit. Kein Wunder, denn in den drei offiziellen Wintermonaten Dezember, Januar und Februar erreichen wir in Deutschland im Schnitt insgesamt nur knapp 170 Sonnenstunden gerechnet auf die drei Monate. Verglichen mit den sonnenreichen Sommermonaten (ca. 652 Sonnenstunden) erreichen uns in Deutschland in den Wintermonaten nur knapp 27% der Sonnenstunden des Sommers.

Durch das deutliche Defizit können die meisten Menschen nicht ausreichend Vitamin D produzieren. Schätzungen zufolge sind weltweit etwa eine Milliarde Menschen von einem Mangel betroffen. Wir zeigen Ihnen, welche Vitamin D Mangel Symptome typisch sind und was Sie tun können, um sich bald wieder besser zu fühlen.

Kind mit Sonnenschutzmittel in der Sonne (Vitamin D)

Welchen Einfluss hat Sonnenschutzmittel auf die Vitamin-D-Aufnahme?

Auch Menschen mit einer gesunden Ernährung, Lebensweise und ausreichend Sonnenstunden können in einigen Fällen Symptome eines Vitamin D Mangels zeigen. Die Verwendung von Sonnenschutzmittel kann die Aufnahme des Sonnenvitamins behindern. Bei der üblichen Anwendung lässt sich daraus jedoch auch nicht automatisch ein Vitamin-D-Mangel ableiten. Da Sonnenschutzmittel jedoch unbedingt verwendet werden sollte, um Hautschäden und das Krebsrisiko durch Sonneneinstrahlung vorzubeugen, kann bei Bedarf die medizinisch abgeklärte Supplementierung eine gute Alternative sein, um das Defizit auszugleichen.

zur Supplementierung beraten lassen!

Sie zeigen Vitamin D Mangel Symptome?

Information

Wir empfehlen Ihnen vor der Einnahme von Präparaten eine ärztliche Rücksprache oder eine Beratung in einer kompetenten Apotheke, um anderweitige Ursachen auszuschließen und die Höhe der täglichen Dosierung abzustimmen.

Wenn Sie die Vermutung haben, dass Ihre Symptome auf einen Vitamin D Mangel hindeuten könnten, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden und Ihre Blutwerte über einen Bluttest überprüfen lassen. Sie sollten sich in jedem Fall ärztlichen Rat einholen, sobald Sie

  • eine deutliche Verschlechterung Ihres Wohlbefindens erleben
  • die Symptome über längere Zeit andauern
  • oder Sie anderweitig in Ihrem Alltag einschränken.

Auch leichte Symptome können die Vorstufe einer ernsthaften Erkrankung sein, die Sie abklären sollten.

Was sind Risikogruppen für einen Vitamin D Mangel?

Bestimmte Menschen haben ein erhöhtes Risiko, einen Vitamin-D-Mangel zu entwickeln. Besonders betroffen sind Personen, deren Haut nur wenig Sonnenlicht erhält oder deren Körper Vitamin D nicht ausreichend bilden, aufnehmen oder verwerten kann.

In Deutschland ist die körpereigene Vitamin-D-Bildung während der Wintermonate aufgrund der geringen UV-B-Strahlung zusätzlich eingeschränkt. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass bereits ein Vitamin-D-Mangel oder entsprechende Symptome vorliegen.

Die häufigsten Ursachen für Vitamin-D-Mangel Symptome:

Für Vitamin-D-Mangel gibt es zwar keine einzelne Ursache, doch können zahlreiche Umwelt-, Lebensstil-, genetische, medizinische und Ernährungsfaktoren eine Rolle spielen. Es gibt zwar keine einzelne Ursache für einen Mangel, aber das Risiko kann aufgrund bestimmter Grunderkrankungen oder Lebensstilfaktoren höher sein. Einige der häufigsten Risikofaktoren für einen Vitamin-D-Mangel sind:

  1. Chronische Erkrankungen, die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen (dazu zählen Nieren- oder Lebererkrankungen, Hyperparathyreoidismus, Morbus Crohn, Mukoviszidose oder Zöliakie)
  2. Übergewicht oder Fettleibigkeit
  3. Generelle Mangelernährung
  4. Leben in Regionen, in denen es ganzjährig zu wenig Sonnenlicht gibt
  5. Sonnenstunden nicht wahrnehmen, da Sie sich viel in geschlossenen Räumen aufhalten oder in Nachtschichten arbeiten
  6. Einnahme bestimmter Medikamente, die den Vitamin-Stoffwechsel beeinflussen (dazu zählen Statine, cholesterinsenkende Medikamente (wie Cholestyramin und Colestipol), anfallskontrollierende Medikamente (wie Phenobarbital und Phenytoin), Rifampin (ein Tuberkulosemittel), Orlistat (ein Medikament zur Gewichtsreduktion) oder Steroide)

Menschen dieser Risikogruppen sind daher besonders häufig betroffen

  • Menschen, die sich viel in Innenräumen bewegen (z.B. durch Büroarbeit), besonders häufig sind auch ältere und immobile Menschen betroffen (z.B. Heimbewohner)
  • Menschen, deren Haut kleidungsbedingt wenig Sonnenstrahlung erhält
  • Menschen, mit einem höheren Melaningehalt der Haut (dunklere Hauttypen)
  • Menschen mit einseitiger Ernährungsweise (z.B. Mangel- bzw. Fehlernährung)
  • Menschen mit einer gestörten Vitamin D Aufnahme (z.B. bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Zöliakie)
  • Menschen mit erhöhtem Bedarf (Schwangerschaft und Stillzeit, Kinder)
  • Säuglinge, die nur mit Muttermilch gefüttert werden (diese enthält nur eine geringe Menge des Sonnenvitamins)
  • Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Mittel gegen Epilepsie)
  • Menschen mit erhöhter Ausscheidung über die Nieren (Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom)

Diagnostik: Vitamin D Unterversorgung erkennen

Ein Vitamin-D-Mangel lässt sich nicht allein anhand körperlicher Beschwerden feststellen. Bei einem begründeten Verdacht kann die Vitamin-D-Versorgung mithilfe eines Bluttests überprüft werden. Dabei wird die Konzentration von 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH-D) im Blut bestimmt. Dieser Wert gibt Auskunft über die Vitamin-D-Versorgung des Körpers.

Für die Einordnung der Vitamin-D-Blutwerte gelten folgende Orientierungswerte:

  • 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH D) oder Calcidiol
  • 1,25-Dihydroxy-Vitamin D oder Calcitriol

Der häufigste Test zum Nachweis eines Vitamin-D-Mangels ist der 25-Hydroxy-Vitamin-D-Test. Der Grund dafür ist, dass 25-Hydroxy oder Calcidiol höhere Konzentrationen aufweist und länger im Blut verbleibt, wodurch es leichter nachweisbar ist. Für die Knochengesundheit gilt ein Vitamin-D-Spiegel von ≥ 20 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) im Blut in der Regel als ausreichend. Von einem Mangel wird in der Regel dann gesprochen, wenn der Gehalt im Blut unter 12 Nanogramm pro Milliliter beträgt, erste Vitamin D Mangel Symptome können sich jedoch schon ab einem Spiegel von 12 - < 20 Nanogramm pro Milliliter bemerkbar machen.

Entstehen bei niedrigen Werten immer Symptome?

Ein niedriger Vitamin-D-Wert lässt jedoch keine zuverlässigen Rückschlüsse darauf zu, ob und welche Symptome auftreten. Umgekehrt können Müdigkeit, Muskelschmerzen oder Erschöpfung auch bei ausreichender Vitamin-D-Versorgung auftreten. Ob eine Blutuntersuchung sinnvoll ist, sollte daher anhand der individuellen Beschwerden, Risikofaktoren und Krankengeschichte ärztlich beurteilt werden.

Vitamin D Mangel Symptome: Behandlung & Prävention

Bei leichten Mangelerscheinungen kann es schon ausreichend sein, auf gesunde Lebensmittel mit einem erhöhten Vitamin-D-Gehalt zu achten und während der Sonnenstunden mehr Zeit draußen zu verbringen. Reicht das nicht aus, das ist insbesondere während der Wintermonate der Fall, so werden die Symptome eines Vitamin D Mangels mit Nahrungsergänzungsmitteln behandelt. Sie können diese Präparate problemlos rezeptfrei kaufen, sollten aber einen Arzt nach Dosierungsempfehlungen fragen. Für die Dosierung wird die internationale Einheit IE angegeben. Dabei entspricht 1 Mikrogramm (µg) gleich 40 IE bzw. 1 IE entspricht 0,025 µg. Magnesium trägt zur Aktivierung von Vitamin D bei und kann damit zu einer verbesserten Aufnahme beitragen.

Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) und der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge, ist für Erwachsene und für Kinder ab einem Alter von 11 Lebensjahren maximale Tagesdosis von 4000 IE bzw. 100 Mikrogramm täglich tolerierbar. Für Kinder bis zu zehn Jahren sind es maximal 2000 IE bzw. 50 Mikrogramm täglich. Diese Werte beziehen sich auf die Zufuhr aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln pro Tag.

Wie viel Vitamin D brauche ich? Die empfohlenen durchschnittlichen Tagesmengen

Alter

DGE-Schätzwert bei fehlender körpereigener Bildung

Säuglinge bis unter 12 Monate

400 IE (10 µg)

Kinder ab 1 Jahr und Jugendliche

800 IE (20 µg)

Erwachsene

800 IE (20 µg)

Schwangere und Stillende

800 IE (20 µg)

Rezeptfreie Präparate aus der Apotheke: Das Sonnenvitamin supplementieren

Wenn der Körper nicht ausreichend Vitamin D bildet oder ein Vitamin-D-Mangel nachgewiesen wurde, kann die ergänzende Einnahme eines Vitamin-D-Präparats sinnvoll sein. Ob und in welcher Dosierung eine Supplementierung erforderlich ist, hängt von der individuellen Versorgung, möglichen Risikofaktoren und dem gesundheitlichen Zustand ab.

Die richtige Dosierung abklären lassen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für Erwachsene bei fehlender körpereigener Vitamin-D-Bildung einen Schätzwert von 20 Mikrogramm (800 IE) täglich. Dieser Wert ist jedoch nicht mit der therapeutischen Dosierung bei einem nachgewiesenen Mangel gleichzusetzen. Höhere Dosierungen sollten insbesondere bei längerer Einnahme fachlich abgeklärt werden.

Verschiedene Darreichungsformen sind möglich

Nahrungsergänzungsmittel gibt es klassisch in Tablettenform oder über Tropfen rezeptfrei bei uns. Bei den Tabletten können Sie zwischen der täglichen Dosierung oder einem Wochendepot wählen. Welche Darreichungsform und Dosierung geeignet ist, sollte individuell mit einer ärztlichen Fachperson oder in der Apotheke besprochen werden. Unsere Empfehlungen:

Welches Vitamin-D-Supplement kann was?

Produkt

Darreichungsform

Vitamin-D-Gehalt pro Einnahme

Tagesdurchschnitt Vitamin D

DEKRISTOL 400 I.E. Tabletten 100 St

Tablette

400 I.E.

400 I.E.

VIGANTOL 500 I.E. Vitamin D3 Tabletten 100 St

Tablette

500 I.E.

500 I.E.

DEKRISTOL 1.000 I.E. Tabletten 50 St

Tablette

1.000 I.E.

1.000 I.E.

DEKRISTOLVIT D3 2.000 I.E. Tabletten 120 St

Tablette

2.000 I.E.

2.000 I.E.

HEVERT 4.000 I.E. Tabletten 60 St

Tablette

4.000 I.E.

4.000 I.E.

VIGANTOLVIT Vitamin D3 K2 Calcium Filmtabletten 60 St

Tablette

Je nach Packungsbeilage

Je nach Packungsbeilage

VITAMIN DEKA Öl Dr.Jacob's Tropfen 20 ml

Tropfen

800 I.E. pro Tropfen

800 I.E.

VITAMIN D3K2 Öl Dr.Jacob's Tropfen 20 ml

Tropfen

800 I.E. pro Tropfen

800 I.E.

DEKRISTOLVIT D3 1.000 I.E. Tropfen 25 ml

Tropfen

1.000 I.E.

1.000 I.E.

Vegan: VEGAN Tropfen 800 I.E. 20 ml

Tropfen

800 I.E.

800 I.E.

VITAMIN D-LOGES 5.600 I.E. Wochendepot Kautabl. 30 St

Kautablette

5.600 I.E. (Wochendepot)

etwa 800 I.E.

DEKRISTOLVIT D3 5.600 I.E. Tabletten 60 St

Tablette

5.600 I.E. (Wochendepot)

etwa 800 I.E.

EUNOVA DuoProtect D3+K2 4000 I.E./80 μg Kapseln 90 St

Kapsel

4.000 I.E. (Wochendepot)

etwa 571 I.E.

Hinweise zu den Supplements

Die folgende Übersicht zeigt ausgewählte Vitamin-D-Präparate und ihre unterschiedlichen Darreichungsformen sowie Dosierungen. Die Angaben dienen ausschließlich dem Vergleich und stellen keine individuelle Einnahmeempfehlung dar. Ob ein Präparat sinnvoll ist, welche Dosierung benötigt wird und in welchem Abstand die Einnahme erfolgen sollte, hängt von der persönlichen Vitamin-D-Versorgung und möglichen Vorerkrankungen ab. Lassen Sie sich hierzu ärztlich oder in Ihrer Apotheke beraten.

Der Unterschied zwischen rezeptfreien Nahrungsergänzungsmitteln und hochdosiertem Vitamin D

Bei schwerem Mangel kann ein:e Mediziner:in verschreibungspflichtiges Vitamin D empfehlen, das in viel höheren Dosen von bis zu 50.000 IE erhältlich ist oder dieses über Injektionen verabreichen. Diese Dosierungen können schneller zu einer Überdosierung führen und sollten daher ärztlich kontrolliert werden. Bei rezeptfreien Präparaten handelt es sich um Vitamin D3 Nahrungsergänzungsmittel. D2-Präparate benötigen ein Rezept. Da Vitamin D3 vom Körper leichter verwertet werden kann, wird D2 nur in Ausnahmefällen verschrieben.

Wir empfehlen Ihnen, vor der Supplementierung ärztliche Rücksprache zu halten. Informieren Sie Ihre:n Allgemeinmediziner:in immer über Ihre Medikamente und alle Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen. Nehmen Sie keine höheren als die empfohlenen Dosen ein, ohne dies vorher ärztlich abzuklären.

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Vitamin D

Kann ich zu viel Vitamin D zu mir nehmen?

Information

Bei einer Überversorgung sollten Sie unmittelbar ärztlichen Rat einholen und die Einnahme der Präparate aussetzen, bis sich Ihre Werte wieder normalisiert haben.

Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, ist eine Überdosierung möglich. Anders als bei wasserlöslichen Vitaminen wie Vitamin B, die über den Urin ausgeschieden werden können, bevor es zu einer Überdosierung kommt, wird Vitamin D im Körper gespeichert und deutlich langsamer abgebaut. Eine Überdosierung des Vitamins über die Sonneneinstrahlung ist hingegen nicht möglich. Seien Sie auch vorsichtig, wenn Sie hohe Dosen von Vitamin A einnehmen. Vitamin A kann ebenfalls toxische Werte erreichen und ernsthafte Probleme verursachen.

Was passiert bei einer Überdosierung des Sonnenvitamins?

Eine Überdosierung ist selten, kann jedoch zu einer Hyperkalzämie (zu hoher Kalziumspiegel im Blut) führen. Zu den Beschwerden bei zu viel Kalzium gehören Übelkeit, verstärktes Durstgefühl, vermehrtes Wasserlassen, geringer Appetit, Verstopfung, Schwäche und neurologische Störungen wie Verwirrung, Ataxie (Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung) und Dysarthrie (undeutliches Sprechen).

Vitamin D Mangel Symptomen über die Nahrung vorbeugen

Auch, wenn der Vitamin-D-Gehalt in Lebensmitteln eher gering ist, ist es empfehlenswert auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um einem Mangel vorzubeugen. In den Lebensmitteln finden Sie Ergocalciferol (Vitamin D2) in pflanzlichen und Cholecalciferol (Vitamin D3) in tierischen Lebensmitteln. Das Sonnenvitamin ist verstärkt in tierischen Lebensmitteln wie Milchprodukte (z.B. Kuhmilch oder Joghurt), fettem Fisch (z.B. Lachs, Thunfisch, Makrele und Sardinen), Eigelb, Rinderleber und Lebertran enthalten. Bei einer pflanzlichen Ernährung zählen Soja-, Mandel- und Hafermilch, Orangensaft und Pilze zu den Lebensmitteln mit einem hohen Vitamin-D-Gehalt. Achten Sie auf die Nährwertkennzeichnung, um festzustellen, ob ein Lebensmittel angereichert ist.

Fazit: Symptome eines Vitamin D Mangels rechtzeitig erkennen und richtig handeln

Vitamin D ist damit eines der wichtigen Vitamine, die der Körper braucht, um gesund zu bleiben. Ein Mangel kann Säuglinge, Kinder und Erwachsene gleichermaßen treffen, einige Risikogruppen sind jedoch besonders betroffen. Ein Vitamin-D-Mangel bleibt häufig lange unbemerkt, da er nicht immer eindeutige Symptome verursacht. Bei einer ausgeprägten oder länger anhaltenden Unterversorgung können jedoch Muskelschwäche sowie Muskel- und Knochenschmerzen auftreten. In schweren Fällen kann die Knochengesundheit beeinträchtigt werden und bei Erwachsenen eine Osteomalazie oder bei Kindern eine Rachitis entstehen. Beschwerden wie Müdigkeit, Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme können ebenfalls auftreten, sind jedoch keine zuverlässigen Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels. Entscheidend ist deshalb, mögliche Symptome richtig einzuordnen und bei anhaltenden Beschwerden oder erhöhtem Risiko ärztlichen Rat einzuholen.

Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung wird vor allem durch die körpereigene Bildung mithilfe von Sonnenlicht unterstützt. Bei bestimmten Risikogruppen oder einem nachgewiesenen Mangel kann zusätzlich die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten sinnvoll sein. Die Dosierung sollte individuell abgestimmt werden, da auch rezeptfreie Präparate bei unsachgemäßer Anwendung zu einer Überversorgung führen können.

Sie möchten sich zu Ihrer Vitamin-D-Versorgung beraten lassen?

Die Hohenzollern Apotheke unterstützt Sie gerne bei Fragen zur geeigneten Supplementierung und zur sicheren Einnahme von Vitamin-D-Präparaten.

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Die häufigsten Fragen rund Vitamin-D-Mangel und Symptome

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Geschrieben von

Jennifer Höhenberger ist seit mehr als sechs Jahren Marketingmanagerin in der Hohenzollern Apotheke in Münster. Nach ihrem Masterstudium der Interdisziplinären Medienwissenschaft und einem Redaktionsvolontariat arbeitete sie zunächst in einer Marketingagentur, bevor sie sich in der Apotheke auf die Kommunikation im Gesundheitswesen spezialisierte. Ihr Ziel: Kommunikation im Gesundheitswesen verantwortungsvoll gestalten, Aufklären, Ängste nehmen, Möglichkeiten aufzeigen und sichtbar machen, was den Menschen wirklich hilft.

Heute verantwortet sie in der Hohenzollern Apotheke vor allem die Webseite und kümmert sich darum, dass pharmazeutische Themen und Therapiemöglichkeiten für Patient:innen, Kund:innen und Fachkreise online auffindbar und sichtbar werden. Ihr redaktioneller Schwerpunkt umfasst dabei vor allem die Spezialversorgungsbereiche der Apotheke – von Herstellung patientenindividueller Arzneimittel und Therapien über die ambulante Infusionsversorgung (Homecare) bis zur Betreuung von Patient:innen mit seltenen Erkrankungen.

Für Jennifer Höhenberger gilt: Nur wer ein Thema wirklich versteht, kann es auch für andere verständlich erklären. Deshalb arbeitet sie von der Konzeption bis zum fertigen Text eng mit den Expert:innen der jeweiligen Fachabteilungen und Versorgungsbereichen zusammen. Vor der Veröffentlichung aller Inhalte auf der Webseite sichern approbierte Apotheker:innen die Qualität, indem sie jeden Text im Vier-Augen-Prinzip auf fachliche Richtigkeit prüfen.