Das Wichtigste in Kürze:
- Ein Vitamin-D-Mangel entsteht häufig durch zu wenig Sonnenlicht, besonders in den Wintermonaten oder bei viel Zeit in Innenräumen.
- Ein Vitamin-D-Mangel zeichnet sich häufig schleichend ab. Einige Symptome des Vitamin D Mangels können möglicherweise erst nach mehreren Monaten oder Jahren auftreten. Manchmal treten auch keine Symptome auf.
- Bei einem ausgeprägten oder länger bestehenden Mangel können Muskelschwäche sowie Muskel- und Knochenschmerzen auftreten. Auch Müdigkeit, Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme werden teilweise damit in Verbindung gebracht, sind jedoch unspezifisch und können viele andere Ursachen haben.
- Risikogruppen: Besonders gefährdet sind ältere und immobile Menschen, Personen mit dunkler Haut, wenig Sonnenexposition, Übergewicht sowie bestimmte chronische Erkrankungen.
- Diagnose und Therapie: Bei anhaltenden Beschwerden und einem begründetem Verdacht lohnt sich eine ärztliche Untersuchung inkl. Vitamin-D-Bluttest; vor der Einnahme von Präparaten sollte die passende Dosierung ärztlich abgeklärt werden.
- Ein langanhaltender Mangel kann Knochen, Muskeln und Stoffwechsel beeinträchtigen – etwa durch Muskelschwäche, Knochenschmerzen, Osteoporose oder Osteomalazie.
Was ist ein Vitamin D Mangel und warum kann er schädlich sein?
Ein Vitamin-D-Mangel kann Menschen jeden Alters betreffen, darunter Säuglinge, Kinder und Erwachsene. Besonders gefährdet sind Personen, die wenig Sonnenlicht bekommen, sowie ältere Menschen und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.
Ein Vitamin-D-Mangel liegt vor, wenn der Körper nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist. Das sogenannte Sonnenvitamin spielt eine wichtige Rolle für den Knochenstoffwechsel, die Muskelfunktion und das Immunsystem. Es unterstützt die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm und trägt so zur Erhaltung gesunder Knochen bei.
Ein Vitamin-D-Mangel bleibt häufig zunächst unbemerkt, da er nicht zwangsläufig Beschwerden verursacht. Bei einer länger anhaltenden oder ausgeprägten Unterversorgung kann der Körper jedoch weniger Kalzium aufnehmen. Dadurch wird die Mineralisierung der Knochen beeinträchtigt. Mögliche Folgen sind Muskelschwäche, Muskel- und Knochenschmerzen sowie bei Erwachsenen eine Osteomalazie (Knochenerweichung). Langfristig kann eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung zudem die Knochengesundheit beeinträchtigen und das Risiko für Knochenbrüche erhöhen.

Alle wichtigen Infos zu Vitamin D Mangel und den Symptomen im Überblick
- Was ist ein Vitamin D Mangel und warum kann er schädlich sein?
- Was sind die häufigsten Symptome bei Vitamin-D-Mangel?
- Wie lange dauert es, bis sich die Symptome eines Vitamin-D-Mangels bessern?
- Was sind typische Symptome eines Vitamin D Mangels bei Erwachsenen?
- Was sind Vitamin D Mangel Symptome bei Kindern?
- Wie entsteht ein Vitamin-D-Mangel und wann ist er am häufigsten?
- Sie zeigen Vitamin D Mangel Symptome?
- Was sind Risikogruppen für einen Vitamin D Mangel?
- Diagnostik: Vitamin D Unterversorgung erkennen
- Vitamin D Mangel Symptome: Behandlung & Prävention
- Wie viel Vitamin D brauche ich? Die empfohlenen durchschnittlichen Tagesmengen
- Welches Vitamin-D-Supplement kann was?
- Kann ich zu viel Vitamin D zu mir nehmen?
- Vitamin D Mangel Symptomen über die Nahrung vorbeugen
- Fazit: Symptome eines Vitamin D Mangels rechtzeitig erkennen und richtig handeln
- Die häufigsten Fragen rund Vitamin-D-Mangel und Symptome
Was sind die häufigsten Symptome bei Vitamin-D-Mangel?
Ein Vitamin-D-Mangel verursacht häufig zunächst keine eindeutigen Beschwerden. Bei einem ausgeprägten oder länger bestehenden Mangel können Muskelschwäche, Muskelschmerzen und Knochenschmerzen auftreten. Auch Müdigkeit und Erschöpfung werden häufig damit in Verbindung gebracht, sind jedoch unspezifisch und können viele andere Ursachen haben.
Wie lange dauert es, bis sich die Symptome eines Vitamin-D-Mangels bessern?
Wie schnell sich Beschwerden verbessern, hängt vom Schweregrad des Mangels, der Behandlung und möglichen weiteren Ursachen ab. Der Vitamin-D-Blutwert kann sich innerhalb mehrerer Wochen verändern. Bis sich Muskelbeschwerden oder andere Folgen eines ausgeprägten Mangels bessern, kann es länger dauern. Eine pauschale Zeitangabe ist deshalb nicht möglich.
Was sind typische Symptome eines Vitamin D Mangels bei Erwachsenen?
Körperlicher Bereich | Mögliche Symptome und Folgen | Medizinische Einordnung |
|---|---|---|
Muskeln & Bewegungsapparat | Muskelschwäche, Muskelschmerzen, verminderte Muskelkraft | Können bei einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel auftreten. Schwierigkeiten beim Gehen oder Treppensteigen sind möglich. |
Knochen & Gelenke | Knochen- und Gelenkschmerzen, erhöhte Knochenbrüchigkeit | Charakteristische Beschwerden und mögliche Folgen eines länger bestehenden Mangels. |
Energie & Leistungsfähigkeit | Müdigkeit, Erschöpfung, Abgeschlagenheit | Mögliche Begleiterscheinungen, die jedoch viele andere Ursachen haben können. |
Psyche & Konzentration | Depressive Verstimmung, Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen | Niedrige Vitamin-D-Werte werden teilweise damit in Verbindung gebracht. Ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht ausreichend belegt. |
Immunsystem | Erhöhte Infektanfälligkeit | Wird teilweise bei ausgeprägtem Mangel beobachtet. Häufige Infekte allein sind jedoch kein zuverlässiger Hinweis auf einen Vitamin-D-Mangel. |
Haare & Haut | Haarausfall, Hautveränderungen | Mögliche Zusammenhänge werden wissenschaftlich untersucht. Es handelt sich nicht um typische oder diagnostisch aussagekräftige Mangelsymptome. |
Langfristige gesundheitliche Folgen | Osteomalazie (Knochenerweichung), erhöhtes Knochenbruchrisiko | Ein schwerer, länger bestehender Vitamin-D-Mangel kann die Knochenmineralisierung beeinträchtigen. Er kann außerdem zur Entstehung von Osteoporose beitragen. |
Was sind Vitamin D Mangel Symptome bei Kindern?
Körperlicher Bereich | Mögliche Symptome und Folgen | Medizinische Einordnung |
|---|---|---|
Muskeln & Bewegungsentwicklung | Muskelschwäche, verminderte Muskelspannung, verzögertes Sitzen, Stehen oder Gehen | Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel kann die Muskelkraft und motorische Entwicklung beeinträchtigen. |
Knochen & Skelett | O- oder X-Beine, Verformungen von Rippen und Wirbelsäule | Mögliche Anzeichen einer Rachitis infolge einer gestörten Knochenmineralisierung. |
Schädelentwicklung bei Säuglingen | Weicher Hinterkopf, verzögertes Schließen der Fontanelle | Können bei einer ausgeprägten Rachitis auftreten und sollten kinderärztlich untersucht werden. |
Wachstum & Entwicklung | Verzögertes Längenwachstum, Störungen der Knochenentwicklung | Ein länger bestehender schwerer Mangel kann das normale Knochenwachstum beeinträchtigen. |
Schmerzen & Beweglichkeit | Knochenschmerzen, Druckempfindlichkeit, eingeschränkte Bewegungsfreude | Können im Zusammenhang mit einer Rachitis auftreten. Kleine Kinder können Schmerzen häufig noch nicht eindeutig benennen. |
Kalziumhaushalt & Nervensystem | Muskelkrämpfe, Krampfanfälle | Bei schwerem Vitamin-D-Mangel kann ein ausgeprägter Kalziummangel entstehen, der Krampfanfälle auslösen kann. Diese sind ein medizinischer Notfall. |
Immunsystem | Häufige Infekte | Werden teilweise bei Kindern mit Rachitis beobachtet, sind allein jedoch kein zuverlässiges Zeichen eines Vitamin-D-Mangels. |
Wie entsteht ein Vitamin-D-Mangel und wann ist er am häufigsten?
Die Symptome eines Vitamin D Mangels treten durch die geringere Sonnenstrahlung in den Wintermonaten häufiger als in den Sommermonaten. In dem Kontext werden die Symptome eines Vitamin D Mangels in der dunklen Jahreszeit auch als Winterdepression bezeichnet. Je nach Hauttyp und individueller Lebensweise können die Symptome jedoch auch in den Sommermonaten auftreten.
Vitamin D wird manchmal auch als Sonnenscheinvitamin bezeichnet, weil der Körper es aus Cholesterin herstellt, wenn die Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Es spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Immunsystems und ist auch entscheidend für die Gesundheit der Knochen und viele weitere, wichtige Funktionen im gesamten Körper. Spätestens zur kalten Jahreszeit erregt Vitamin D immer wieder Aufmerksamkeit. Kein Wunder, denn in den drei offiziellen Wintermonaten Dezember, Januar und Februar erreichen wir in Deutschland im Schnitt insgesamt nur knapp 170 Sonnenstunden gerechnet auf die drei Monate. Verglichen mit den sonnenreichen Sommermonaten (ca. 652 Sonnenstunden) erreichen uns in Deutschland in den Wintermonaten nur knapp 27% der Sonnenstunden des Sommers.
Durch das deutliche Defizit können die meisten Menschen nicht ausreichend Vitamin D produzieren. Schätzungen zufolge sind weltweit etwa eine Milliarde Menschen von einem Mangel betroffen. Wir zeigen Ihnen, welche Vitamin D Mangel Symptome typisch sind und was Sie tun können, um sich bald wieder besser zu fühlen.

Welchen Einfluss hat Sonnenschutzmittel auf die Vitamin-D-Aufnahme?
Auch Menschen mit einer gesunden Ernährung, Lebensweise und ausreichend Sonnenstunden können in einigen Fällen Symptome eines Vitamin D Mangels zeigen. Die Verwendung von Sonnenschutzmittel kann die Aufnahme des Sonnenvitamins behindern. Bei der üblichen Anwendung lässt sich daraus jedoch auch nicht automatisch ein Vitamin-D-Mangel ableiten. Da Sonnenschutzmittel jedoch unbedingt verwendet werden sollte, um Hautschäden und das Krebsrisiko durch Sonneneinstrahlung vorzubeugen, kann bei Bedarf die medizinisch abgeklärte Supplementierung eine gute Alternative sein, um das Defizit auszugleichen.
Sie zeigen Vitamin D Mangel Symptome?
Wir empfehlen Ihnen vor der Einnahme von Präparaten eine ärztliche Rücksprache oder eine Beratung in einer kompetenten Apotheke, um anderweitige Ursachen auszuschließen und die Höhe der täglichen Dosierung abzustimmen.
Wenn Sie die Vermutung haben, dass Ihre Symptome auf einen Vitamin D Mangel hindeuten könnten, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden und Ihre Blutwerte über einen Bluttest überprüfen lassen. Sie sollten sich in jedem Fall ärztlichen Rat einholen, sobald Sie
- eine deutliche Verschlechterung Ihres Wohlbefindens erleben
- die Symptome über längere Zeit andauern
- oder Sie anderweitig in Ihrem Alltag einschränken.
Auch leichte Symptome können die Vorstufe einer ernsthaften Erkrankung sein, die Sie abklären sollten.
Was sind Risikogruppen für einen Vitamin D Mangel?
Bestimmte Menschen haben ein erhöhtes Risiko, einen Vitamin-D-Mangel zu entwickeln. Besonders betroffen sind Personen, deren Haut nur wenig Sonnenlicht erhält oder deren Körper Vitamin D nicht ausreichend bilden, aufnehmen oder verwerten kann.
In Deutschland ist die körpereigene Vitamin-D-Bildung während der Wintermonate aufgrund der geringen UV-B-Strahlung zusätzlich eingeschränkt. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass bereits ein Vitamin-D-Mangel oder entsprechende Symptome vorliegen.
Die häufigsten Ursachen für Vitamin-D-Mangel Symptome:
Für Vitamin-D-Mangel gibt es zwar keine einzelne Ursache, doch können zahlreiche Umwelt-, Lebensstil-, genetische, medizinische und Ernährungsfaktoren eine Rolle spielen. Es gibt zwar keine einzelne Ursache für einen Mangel, aber das Risiko kann aufgrund bestimmter Grunderkrankungen oder Lebensstilfaktoren höher sein. Einige der häufigsten Risikofaktoren für einen Vitamin-D-Mangel sind:
- Chronische Erkrankungen, die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen (dazu zählen Nieren- oder Lebererkrankungen, Hyperparathyreoidismus, Morbus Crohn, Mukoviszidose oder Zöliakie)
- Übergewicht oder Fettleibigkeit
- Generelle Mangelernährung
- Leben in Regionen, in denen es ganzjährig zu wenig Sonnenlicht gibt
- Sonnenstunden nicht wahrnehmen, da Sie sich viel in geschlossenen Räumen aufhalten oder in Nachtschichten arbeiten
- Einnahme bestimmter Medikamente, die den Vitamin-Stoffwechsel beeinflussen (dazu zählen Statine, cholesterinsenkende Medikamente (wie Cholestyramin und Colestipol), anfallskontrollierende Medikamente (wie Phenobarbital und Phenytoin), Rifampin (ein Tuberkulosemittel), Orlistat (ein Medikament zur Gewichtsreduktion) oder Steroide)
Menschen dieser Risikogruppen sind daher besonders häufig betroffen
- Menschen, die sich viel in Innenräumen bewegen (z.B. durch Büroarbeit), besonders häufig sind auch ältere und immobile Menschen betroffen (z.B. Heimbewohner)
- Menschen, deren Haut kleidungsbedingt wenig Sonnenstrahlung erhält
- Menschen, mit einem höheren Melaningehalt der Haut (dunklere Hauttypen)
- Menschen mit einseitiger Ernährungsweise (z.B. Mangel- bzw. Fehlernährung)
- Menschen mit einer gestörten Vitamin D Aufnahme (z.B. bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Zöliakie)
- Menschen mit erhöhtem Bedarf (Schwangerschaft und Stillzeit, Kinder)
- Säuglinge, die nur mit Muttermilch gefüttert werden (diese enthält nur eine geringe Menge des Sonnenvitamins)
- Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Mittel gegen Epilepsie)
- Menschen mit erhöhter Ausscheidung über die Nieren (Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom)
Diagnostik: Vitamin D Unterversorgung erkennen
Ein Vitamin-D-Mangel lässt sich nicht allein anhand körperlicher Beschwerden feststellen. Bei einem begründeten Verdacht kann die Vitamin-D-Versorgung mithilfe eines Bluttests überprüft werden. Dabei wird die Konzentration von 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH-D) im Blut bestimmt. Dieser Wert gibt Auskunft über die Vitamin-D-Versorgung des Körpers.
Für die Einordnung der Vitamin-D-Blutwerte gelten folgende Orientierungswerte:
- 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH D) oder Calcidiol
- 1,25-Dihydroxy-Vitamin D oder Calcitriol
Der häufigste Test zum Nachweis eines Vitamin-D-Mangels ist der 25-Hydroxy-Vitamin-D-Test. Der Grund dafür ist, dass 25-Hydroxy oder Calcidiol höhere Konzentrationen aufweist und länger im Blut verbleibt, wodurch es leichter nachweisbar ist. Für die Knochengesundheit gilt ein Vitamin-D-Spiegel von ≥ 20 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) im Blut in der Regel als ausreichend. Von einem Mangel wird in der Regel dann gesprochen, wenn der Gehalt im Blut unter 12 Nanogramm pro Milliliter beträgt, erste Vitamin D Mangel Symptome können sich jedoch schon ab einem Spiegel von 12 - < 20 Nanogramm pro Milliliter bemerkbar machen.
Entstehen bei niedrigen Werten immer Symptome?
Ein niedriger Vitamin-D-Wert lässt jedoch keine zuverlässigen Rückschlüsse darauf zu, ob und welche Symptome auftreten. Umgekehrt können Müdigkeit, Muskelschmerzen oder Erschöpfung auch bei ausreichender Vitamin-D-Versorgung auftreten. Ob eine Blutuntersuchung sinnvoll ist, sollte daher anhand der individuellen Beschwerden, Risikofaktoren und Krankengeschichte ärztlich beurteilt werden.
Vitamin D Mangel Symptome: Behandlung & Prävention
Bei leichten Mangelerscheinungen kann es schon ausreichend sein, auf gesunde Lebensmittel mit einem erhöhten Vitamin-D-Gehalt zu achten und während der Sonnenstunden mehr Zeit draußen zu verbringen. Reicht das nicht aus, das ist insbesondere während der Wintermonate der Fall, so werden die Symptome eines Vitamin D Mangels mit Nahrungsergänzungsmitteln behandelt. Sie können diese Präparate problemlos rezeptfrei kaufen, sollten aber einen Arzt nach Dosierungsempfehlungen fragen. Für die Dosierung wird die internationale Einheit IE angegeben. Dabei entspricht 1 Mikrogramm (µg) gleich 40 IE bzw. 1 IE entspricht 0,025 µg. Magnesium trägt zur Aktivierung von Vitamin D bei und kann damit zu einer verbesserten Aufnahme beitragen.
Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) und der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge, ist für Erwachsene und für Kinder ab einem Alter von 11 Lebensjahren maximale Tagesdosis von 4000 IE bzw. 100 Mikrogramm täglich tolerierbar. Für Kinder bis zu zehn Jahren sind es maximal 2000 IE bzw. 50 Mikrogramm täglich. Diese Werte beziehen sich auf die Zufuhr aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln pro Tag.
Wie viel Vitamin D brauche ich? Die empfohlenen durchschnittlichen Tagesmengen
Alter | DGE-Schätzwert bei fehlender körpereigener Bildung |
|---|---|
Säuglinge bis unter 12 Monate | 400 IE (10 µg) |
Kinder ab 1 Jahr und Jugendliche | 800 IE (20 µg) |
Erwachsene | 800 IE (20 µg) |
Schwangere und Stillende | 800 IE (20 µg) |
Rezeptfreie Präparate aus der Apotheke: Das Sonnenvitamin supplementieren
Wenn der Körper nicht ausreichend Vitamin D bildet oder ein Vitamin-D-Mangel nachgewiesen wurde, kann die ergänzende Einnahme eines Vitamin-D-Präparats sinnvoll sein. Ob und in welcher Dosierung eine Supplementierung erforderlich ist, hängt von der individuellen Versorgung, möglichen Risikofaktoren und dem gesundheitlichen Zustand ab.
Die richtige Dosierung abklären lassen
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für Erwachsene bei fehlender körpereigener Vitamin-D-Bildung einen Schätzwert von 20 Mikrogramm (800 IE) täglich. Dieser Wert ist jedoch nicht mit der therapeutischen Dosierung bei einem nachgewiesenen Mangel gleichzusetzen. Höhere Dosierungen sollten insbesondere bei längerer Einnahme fachlich abgeklärt werden.
Verschiedene Darreichungsformen sind möglich
Nahrungsergänzungsmittel gibt es klassisch in Tablettenform oder über Tropfen rezeptfrei bei uns. Bei den Tabletten können Sie zwischen der täglichen Dosierung oder einem Wochendepot wählen. Welche Darreichungsform und Dosierung geeignet ist, sollte individuell mit einer ärztlichen Fachperson oder in der Apotheke besprochen werden. Unsere Empfehlungen:
Welches Vitamin-D-Supplement kann was?
Produkt | Darreichungsform | Vitamin-D-Gehalt pro Einnahme | Tagesdurchschnitt Vitamin D |
|---|---|---|---|
Tablette | 400 I.E. | 400 I.E. | |
Tablette | 500 I.E. | 500 I.E. | |
Tablette | 1.000 I.E. | 1.000 I.E. | |
Tablette | 2.000 I.E. | 2.000 I.E. | |
Tablette | 4.000 I.E. | 4.000 I.E. | |
Tablette | Je nach Packungsbeilage | Je nach Packungsbeilage | |
Tropfen | 800 I.E. pro Tropfen | 800 I.E. | |
Tropfen | 800 I.E. pro Tropfen | 800 I.E. | |
Tropfen | 1.000 I.E. | 1.000 I.E. | |
Vegan: VEGAN Tropfen 800 I.E. 20 ml | Tropfen | 800 I.E. | 800 I.E. |
Kautablette | 5.600 I.E. (Wochendepot) | etwa 800 I.E. | |
Tablette | 5.600 I.E. (Wochendepot) | etwa 800 I.E. | |
Kapsel | 4.000 I.E. (Wochendepot) | etwa 571 I.E. |
Hinweise zu den Supplements
Die folgende Übersicht zeigt ausgewählte Vitamin-D-Präparate und ihre unterschiedlichen Darreichungsformen sowie Dosierungen. Die Angaben dienen ausschließlich dem Vergleich und stellen keine individuelle Einnahmeempfehlung dar. Ob ein Präparat sinnvoll ist, welche Dosierung benötigt wird und in welchem Abstand die Einnahme erfolgen sollte, hängt von der persönlichen Vitamin-D-Versorgung und möglichen Vorerkrankungen ab. Lassen Sie sich hierzu ärztlich oder in Ihrer Apotheke beraten.
Der Unterschied zwischen rezeptfreien Nahrungsergänzungsmitteln und hochdosiertem Vitamin D
Bei schwerem Mangel kann ein:e Mediziner:in verschreibungspflichtiges Vitamin D empfehlen, das in viel höheren Dosen von bis zu 50.000 IE erhältlich ist oder dieses über Injektionen verabreichen. Diese Dosierungen können schneller zu einer Überdosierung führen und sollten daher ärztlich kontrolliert werden. Bei rezeptfreien Präparaten handelt es sich um Vitamin D3 Nahrungsergänzungsmittel. D2-Präparate benötigen ein Rezept. Da Vitamin D3 vom Körper leichter verwertet werden kann, wird D2 nur in Ausnahmefällen verschrieben.
Wir empfehlen Ihnen, vor der Supplementierung ärztliche Rücksprache zu halten. Informieren Sie Ihre:n Allgemeinmediziner:in immer über Ihre Medikamente und alle Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen. Nehmen Sie keine höheren als die empfohlenen Dosen ein, ohne dies vorher ärztlich abzuklären.
Kann ich zu viel Vitamin D zu mir nehmen?
Bei einer Überversorgung sollten Sie unmittelbar ärztlichen Rat einholen und die Einnahme der Präparate aussetzen, bis sich Ihre Werte wieder normalisiert haben.
Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, ist eine Überdosierung möglich. Anders als bei wasserlöslichen Vitaminen wie Vitamin B, die über den Urin ausgeschieden werden können, bevor es zu einer Überdosierung kommt, wird Vitamin D im Körper gespeichert und deutlich langsamer abgebaut. Eine Überdosierung des Vitamins über die Sonneneinstrahlung ist hingegen nicht möglich. Seien Sie auch vorsichtig, wenn Sie hohe Dosen von Vitamin A einnehmen. Vitamin A kann ebenfalls toxische Werte erreichen und ernsthafte Probleme verursachen.
Was passiert bei einer Überdosierung des Sonnenvitamins?
Eine Überdosierung ist selten, kann jedoch zu einer Hyperkalzämie (zu hoher Kalziumspiegel im Blut) führen. Zu den Beschwerden bei zu viel Kalzium gehören Übelkeit, verstärktes Durstgefühl, vermehrtes Wasserlassen, geringer Appetit, Verstopfung, Schwäche und neurologische Störungen wie Verwirrung, Ataxie (Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung) und Dysarthrie (undeutliches Sprechen).
Vitamin D Mangel Symptomen über die Nahrung vorbeugen
Auch, wenn der Vitamin-D-Gehalt in Lebensmitteln eher gering ist, ist es empfehlenswert auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um einem Mangel vorzubeugen. In den Lebensmitteln finden Sie Ergocalciferol (Vitamin D2) in pflanzlichen und Cholecalciferol (Vitamin D3) in tierischen Lebensmitteln. Das Sonnenvitamin ist verstärkt in tierischen Lebensmitteln wie Milchprodukte (z.B. Kuhmilch oder Joghurt), fettem Fisch (z.B. Lachs, Thunfisch, Makrele und Sardinen), Eigelb, Rinderleber und Lebertran enthalten. Bei einer pflanzlichen Ernährung zählen Soja-, Mandel- und Hafermilch, Orangensaft und Pilze zu den Lebensmitteln mit einem hohen Vitamin-D-Gehalt. Achten Sie auf die Nährwertkennzeichnung, um festzustellen, ob ein Lebensmittel angereichert ist.
Fazit: Symptome eines Vitamin D Mangels rechtzeitig erkennen und richtig handeln
Vitamin D ist damit eines der wichtigen Vitamine, die der Körper braucht, um gesund zu bleiben. Ein Mangel kann Säuglinge, Kinder und Erwachsene gleichermaßen treffen, einige Risikogruppen sind jedoch besonders betroffen. Ein Vitamin-D-Mangel bleibt häufig lange unbemerkt, da er nicht immer eindeutige Symptome verursacht. Bei einer ausgeprägten oder länger anhaltenden Unterversorgung können jedoch Muskelschwäche sowie Muskel- und Knochenschmerzen auftreten. In schweren Fällen kann die Knochengesundheit beeinträchtigt werden und bei Erwachsenen eine Osteomalazie oder bei Kindern eine Rachitis entstehen. Beschwerden wie Müdigkeit, Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme können ebenfalls auftreten, sind jedoch keine zuverlässigen Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels. Entscheidend ist deshalb, mögliche Symptome richtig einzuordnen und bei anhaltenden Beschwerden oder erhöhtem Risiko ärztlichen Rat einzuholen.
Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung wird vor allem durch die körpereigene Bildung mithilfe von Sonnenlicht unterstützt. Bei bestimmten Risikogruppen oder einem nachgewiesenen Mangel kann zusätzlich die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten sinnvoll sein. Die Dosierung sollte individuell abgestimmt werden, da auch rezeptfreie Präparate bei unsachgemäßer Anwendung zu einer Überversorgung führen können.
Sie möchten sich zu Ihrer Vitamin-D-Versorgung beraten lassen?
Die Hohenzollern Apotheke unterstützt Sie gerne bei Fragen zur geeigneten Supplementierung und zur sicheren Einnahme von Vitamin-D-Präparaten.
Die häufigsten Fragen rund Vitamin-D-Mangel und Symptome
Ein schwerer Vitamin-D-Mangel kann den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen. Bei Erwachsenen kann es zu einer Osteomalazie (Knochenerweichung) mit Knochenschmerzen und Muskelschwäche kommen. Bei Kindern kann ein ausgeprägter Mangel eine Rachitis verursachen. Bei entsprechenden Beschwerden ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll.
Müdigkeit und Erschöpfung können im Zusammenhang mit einem Vitamin-D-Mangel auftreten. Allerdings sind diese Beschwerden nicht spezifisch. Auch Schlafmangel, Stress, Eisenmangel oder Schilddrüsenerkrankungen können dahinterstecken. Anhaltende Müdigkeit sollte daher nicht automatisch auf eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung zurückgeführt werden.
Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird in Studien teilweise mit Haarausfall und depressiven Symptomen in Verbindung gebracht. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass ein Vitamin-D-Mangel die Ursache ist. Ob eine zusätzliche Vitamin-D-Einnahme solche Beschwerden verbessert, ist nicht allgemein belegt. Eine ärztliche Abklärung kann helfen, mögliche Ursachen zu erkennen.
Ein Vitamin-D-Mangel lässt sich nicht allein anhand von Symptomen feststellen. Zur Beurteilung der Vitamin-D-Versorgung wird der 25-OH-Vitamin-D-Wert im Blut bestimmt:
- Werte unter 12 ng/ml gelten als Vitamin-D-Mangel
- Werte von 12 bis unter 20 ng/ml als suboptimale Versorgung
- Zwischen 20 und unter 50 ng/ml gilt die Versorgung im Hinblick auf die Knochengesundheit als ausreichend, wobei Werte ab 30 ng/ml keinen nachgewiesenen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen bieten.
- Ab 50 ng/ml besteht das Risiko einer Überversorgung mit möglichen gesundheitlichen Folgen
Ob ein Bluttest sinnvoll ist, hängt von den individuellen Beschwerden und Risikofaktoren ab.
Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei Menschen, die sich selten im Freien aufhalten, ihre Haut weitgehend bedecken oder im höheren Lebensalter sind. Auch Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, beispielsweise Störungen der Nährstoffaufnahme, können betroffen sein. In Deutschland ist die körpereigene Vitamin-D-Bildung durch Sonnenlicht während der Wintermonate eingeschränkt.
Bei einem nachgewiesenen Vitamin-D-Mangel kann die gezielte Einnahme eines Vitamin-D-Präparats sinnvoll sein. Die benötigte Dosierung richtet sich nach dem individuellen Befund und sollte insbesondere bei einem ausgeprägten Mangel ärztlich festgelegt werden. Auch regelmäßige Aufenthalte im Freien und eine ausgewogene Ernährung unterstützen die Vitamin-D-Versorgung. Hochdosierte Präparate sollten nicht dauerhaft ohne fachliche Beratung eingenommen werden.
Die folgenden medizinischen Quellen, Handlungsempfehlungen und Fachinformationen wurden zur Erstellung dieses Artikels herangezogen. Sie dienen der wissenschaftlichen Einordnung und Qualitätssicherung der Inhalte.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Vitamin D, Referenzwerte: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/; Vitamin D (Calciferole), Referenzwerte und Zufuhrempfehlungen (PDF): https://www.dge-medienservice.de/media/productattach/File-1472040739.pdf
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D: https://www.bfr.bund.de/veroeffentlichung/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-vitamin-d, Vitamin D – Sonne und Bewegung fördern eine gute Versorgung: https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-vitamin-d/, Aktualisierung 2023: Höchstmengenvorschläge für Vitamin D in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln (PDF): https://www.bfr.bund.de/cm/343/aktualisierung-2023-hoechstmengenvorschlaege-fuer-vitamin-d-in-lebensmitteln-inklusive-nahrungsergaenzungsmitteln.pdf
- Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Wann ist ein Vitamin-D-Präparat noch ein Nahrungsergänzungsmittel?: https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/01_lebensmittel/2016/2016_01_21_PI_VitaminD.html
- Robert Koch-Institut (RKI). Vitamin-D-Status in Deutschland – Journal of Health Monitoring (PDF): https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_2016_02_ernaehrung4.pdf?_blob=publicationFile&v=2
- Umweltbundesamt (UBA). Empfehlungen zu UV-Strahlung und Vitamin D (PDF): https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/378/publikationen/umid_02-2015-6_uv-strahlung_vitamin_d.pdf
- Verbraucherzentrale. Vitamin D-Produkte – wann sind sie sinnvoll?: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/vitamin-dprodukte-wann-sind-sie-sinnvoll-5446, Kann man Vitamin D überdosieren?: https://www.verbraucherzentrale.de/faq/kann-man-vitamin-d-ueberdosieren-22614
















