Symptome, Ursachen und Behandlung für Husten bei Kindern

Husten bei Kindern

Nur eine Erkältung oder schon ein Notfall?
Veröffentlicht: 21.10.2026 18:09
Geschrieben von: Jennifer Höhenberger

Das Wichtigste in Kürze:

  • Husten bei Kindern ist meist harmlos und tritt häufig im Rahmen einer Erkältung auf. Er hilft dem Körper, die Atemwege von Schleim und Fremdstoffen zu befreien.
  • Trockener, verschleimter oder bellender Husten? Die Art des Hustens kann Hinweise auf mögliche Ursachen geben.
  • Was hilft gegen Husten bei Kindern? Ausreichend trinken, Ruhe und eine Umgebung mit guter Luftqualität können die Beschwerden lindern. Honig kann bei Kindern ab einem Jahr helfen.
  • Husten bei Kindern dauert häufig ein bis zwei Wochen. Hält er ohne hustenfreie Tage länger als zwei Wochen an, sollte er kinderärztlich abgeklärt werden.
  • Wann zum Arzt? Bei auffälliger Atmung, schlechtem Allgemeinzustand oder anhaltendem Husten ist ärztlicher Rat wichtig. Bei schwerer Atemnot besteht ein Notfall.

Warum ist Husten bei Kindern so häufig?

Husten bei Kindern ist ein natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers, um Fremdkörper, Mikroorganismen, Schleim oder Reizstoffe aus den Atemwegen zu entfernen. Art des Hustens, Intensität und Dauer sind abhängig von der Ursache. Die Faktoren können jedoch auch mit dem Entwicklungsstadium des Kindes zusammenhängen. Die Atemwege, genauer die Bronchien, der Kleinen sind enger als die von Erwachsenen und können daher leichter blockiert werden. Auch das Immunsystem der Kleinen ist noch im Wachstum und hat daher noch nicht die vollständige Kapazität, Infektionen effektiv abzuwehren.

Hinzu kommt, dass sich Kinder häufig in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten aufhalten. Der enge Kontakt und mangelnde Hygienepraktiken der Kleinen erhöhen die Wahrscheinlichkeit Krankheitserreger von anderen Kindern aufzunehmen. Kleine Kinder lernen erst mit der Zeit, wie wichtig es ist die Hände regelmäßig zu waschen und den Mund beim Abhusten oder Niesen zu bedecken.

Was hilft und wann zum Arzt?

Sofort den Notruf 112 wählen

Bei schwerer Atemnot, bläulichen Lippen oder Bewusstseinsstörungen.

Husten bei Kindern ist häufig die Folge einer Erkältung und klingt meist von selbst wieder ab. Trotzdem fragen sich viele Eltern: Was hilft gegen den Husten, wie lange darf er dauern und wann sollte mein Kind zum Arzt? Entscheidend sind nicht allein die Stärke oder Art des Hustens, sondern auch das Alter des Kindes, seine Atmung und sein Allgemeinzustand.

Wann ist Husten bei Kindern gefährlich?

  • Zeitnah ärztlichen Rat einholen: Wenn Ihr Kind auffällig oder zunehmend schwer atmet, sehr abgeschlagen wirkt, schlecht trinkt oder der Verdacht auf einen eingeatmeten Fremdkörper besteht. Bei jungen Säuglingen ist besondere Vorsicht geboten.
  • Zu Hause beobachten: Bei einem unkomplizierten Erkältungshusten, wenn Ihr Kind normal atmet, ausreichend trinkt und insgesamt einen guten Allgemeinzustand hat.

Hält der Husten ohne hustenfreie Tage länger als zwei Wochen an, sollte er kinderärztlich abgeklärt werden.

Welche Arten von Husten bei Kindern gibt es?

Art des Hustens bei Kindern

Merkmale

Behandlung

Husten nach Verschlucken

Plötzlicher, schlagartiger starker Husten. Üblicherweise, nachdem ein Fremdkörper verschluckt wurde.

Sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen! Es herrscht Erstickungsgefahr!

Fremdkörper in der Lunge bergen zudem ein hohes Risiko für eine Aspirationspneumonie (Lungenentzündung durch Fremdkörper in der Lunge)!

Reizhusten (trocken)

Trockener, nicht produktiver Husten mit starkem Hustenreiz, aber ohne Auswurf von Hustenschleim oder Sekret. Häufig von starken Halsschmerzen begleitet.

Ruhe, Erkältungsbad nehmen, viel Flüssigkeit.

Produktivhusten (nass)

Nach und nach wird der Reizhusten produktiv, d.h. er reinigt die Bronchien.

Der abgehustete Schleim ist klar bis weißlich, gelblicher Schleim kann weitere Infektionen, wie eine Bronchitis hindeuten.

Ruhe, viel Flüssigkeit und Schleimlöser.

Bei gelblichem Hustenschleim in Kombination mit weiteren Symptomen (z.B. Fieber) kinderärztlichen Rat einholen!

Bellender Husten

Rauer, bellender Husten, oft mit Heiserkeit verbunden. Das bellende Geräusch kann auf eine Kehlkopf- oder Luftröhrenentzündung hinweisen, wie sie häufig bei Pseudokrupp auftreten.

Bellender Husten bei Kindern kann zu Atemnot führen!

Ruhe, Erkältungsbad nehmen, viel Trinken und ärztlichen Rat einholen.

Nächtlicher Husten

Husten bei Kindern, der nachts oder beim Liegen schlimmer wird. Kann auf weitere Atemwegserkrankungen hindeuten, wie Asthma oder Reflux. Der Schlaf wird durch nächtlichen Husten bei Kindern stark gestört.

Säuglinge in flache Rückenlage bringen. Für ältere Kinder kann es angenehm sein, das Kopfteil des Bettes zu erhöhen. Hustenlöser, Arzt/Ärztin konsultieren.

Husten mit Fieber

Hustenreiz begleitet von hohem Fieber. Kann ein Zeichen für einen weiteren, ernsthaften Infekt mit Entzündungsreaktion sein.

Ruhe, viel trinken. Bei mäßigem Fieber können nach kinderärztlicher oder jugendärztlicher Rücksprache fiebersenkende Medikamente (Antipyretika) eingesetzt werden. Hohes Fieber über 40 Grad ist in jedem Fall behandlungsbedürftig!

Husten mit Erbrechen

Husten bei Kindern, der so stark ist, dass er zum Erbrechen führt, kann ein Symptom weiterer Erkrankungen wie Magen-Darm-Erkrankungen oder Keuchhusten sein. Auch der Schleim, der im Rachen sitzt, kann einen Brechreiz auslösen. Häufiges Erbrechen kann zu Dehydrierung führen.

Ruhe, viel Flüssigkeit, ärztlichen Rat einholen. Auf ausreichend Elektrolyte achten.

Chronischer Husten

Husten, der länger als drei Wochen anhält. Kann z.B. auf eine zugrunde liegende chronische Krankheit wie Asthma oder eine Allergie hinweisen.

Kinderärztliche und lungenfachärztliche Untersuchung empfehlenswert.

Welche Ursachen gibt es für Husten bei Kindern?

1. Atemwegsinfekte durch Viren

  • Erkältung oder Grippe (Influenza): Diese Viren führen oft zu einem trockenen Husten, der später produktiv werden kann, indem Sekret abgehustet wird.
  • Respiratorischer Synzytial-Virus (RSV): Dieses Virus ist eine häufige Ursache für Infektionen der unteren Atemwege, die häufig zu einer Bronchiolitis bei Säuglingen und Kleinkindern führt. Zu den Symptomen gehören Fieber, Keuchatmung und trockener Reizhusten. Selten kommt es auch zu einer Pharyngitis, einer Entzündung des Rachens.
  • Coronaviren, dazu gehören auch SARS-CoV-2 (COVID-19): Die Symptome können variieren, aber trockener Reizhusten ist ein häufiges Symptom. Weitere Symptome und Tipps zur Behandlung finden Sie in unserer Corona-Checkliste.
  • Parainfluenza-Viren: Diese Viren verursachen im frühen Kindesalter Atemwegsinfektionen, am häufigsten Laryngotracheitis, auch als Pseudokrupp oder Krupphusten bekannt. Zu den Symptomen gehören bellender Husten, eine heisere Stimme und Atembeschwerden, häufig nachts.

Hinweis

Pseudokrupp-Husten bei Kindern verläuft meistens mild. In wenigen Fällen kann es zu einem schweren Verlauf kommen, bei dem die Schleimhäute anschwellen, sodass es zu schwerer Atemnot kommen kann. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der unbedingt behandlungsbedürftig ist!

2. Bakterielle Atemwegsinfekte

  • Bakterielle Lungenentzündung (Pneumonie): Dies kann zu einem produktiven Husten mit grünem, gelbem oder blutigem Auswurf führen. Plötzliches Fieber, Schüttelfrost und Atemnot können die Lungenentzündung begleiten. Zu den untypischen Symptomen können auch Magen-Darm-Beschwerden gehören.
  • Keuchhusten (Pertussis): Eine Infektion mit dem Bakterium Bordetella pertussis verursacht eine Hustenserie mit heftigen und schnell aufeinanderfolgenden Hustenstößen, die oft mit einem Keuchen enden.
  • Tuberkulose: Tuberkulose wurde früher auch als Schwindsucht bezeichnet. Es handelt sich um eine ernsthafte bakterielle Infektion durch Mykobakterien, die eine langanhaltende, schwere Hustenerkrankung mit blutigem Auswurf verursachen können.
  • Sinusitis oder Mittelohrentzündung: Husten bei Kindern kann auch durch Sinusitis-Bakterien oder Krankheitserreger einer Mittelohrentzündung ausgelöst werden. Diese bakteriellen Infektionen können zu postnasalem Tropfen führen, was einen Hustenreiz verursachen kann.

3. Äußere Einflüsse

Die meisten Atemwegserkrankungen entstehen aufgrund eines bakteriellen oder viralen Infekts. In einigen Fällen können jedoch auch äußere Faktoren oder Allergien dahinterstecken. Unreine Umgebungsluft kann die zarten Schleimhäute reizen. Darunter fallen beispielsweise Luftverschmutzungen wie erhöhte Feinstaubwerte, Aerosole, Dämpfe, aber auch Passivrauchen. Aber auch Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze können allergische Reaktionen hervorrufen, die bei Kindern zu Husten führen können.

4. Weitere mögliche Ursachen

Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege, die zu Atemnot und Husten bei Kindern führen kann, insbesondere nachts oder nach körperlicher Betätigung. Aus der überempfindlichen Reaktion auf die Reize kann es zu einer Verengung der Atemwege kommen, die im Extremfall lebensgefährlich werden kann.

Seltener ist Husten bei Kindern, der durch die Refluxkrankheit (GERD) ausgelöst wird. Bei dieser Erkrankung kann Magensäure aufsteigen, bis in den Hals gelangen und dort die Schleimhäute reizen. Wenn die Kleinen bereits Medikamente einnehmen, so sollten Sie auch diese auf Nebenwirkungen untersuchen. Einige blutdrucksenkende Medikamente (z.B. Betablocker, oder ACE-Hemmer wie Enalapril) können als Nebenwirkung Husten bei Kindern verursachen.

Hinweis

In einigen Fällen können auch eingeatmete oder verschluckte Fremdkörper zu einem plötzlichen Husten bei Kindern führen. Achtung: Bei einem Fremdkörper in den Atemwegen kann es lebensgefährlich werden! Handeln Sie schnell! Husten bei Kindern kann aber auch ernsten Erkrankungen zu Grunde liegen. Lassen Sie Husten bei Kindern und Kleinkindern kinderärztlich untersuchen, wenn er länger anhält, Ihr Kind stark geschwächt ist oder Sie eine ernsthafte Erkrankung vermuten.

Erste Hilfe für Husten bei Kindern

Checkliste: Wie kann ich meinem Kind mit Husten helfen?

  • Ruhe bewahren

    Wenn Ihr Kind krank ist und sich unwohl fühlt, ist es wichtig, dass Sie als Elternteil Ruhe ausstrahlen. Kinder spüren die Stimmung ihrer Bezugspersonen und reagieren darauf. Im Zweifel können Sie jederzeit ärztlichen Rat oder Tipps aus unserer Apotheke einholen.

  • Gesunde Ernährung

    Nährstoffreiche, leichte Lebensmittel wie Suppen (Hühnersuppe oder Gemüsebrühe) oder Eintöpfe sind jetzt besonders wichtig. Achten Sie darauf, dass die Speisen ausreichend vitaminreich sind.

  • Feuchte Luft

    Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit beruhigt gereizte Schleimhäute in den oberen Atemwegen. Ein Luftbefeuchter kann helfen, den akuten Hustenreiz bei Kindern zu lindern und den Schleim zu lösen. Denken Sie jedoch auch daran, regelmäßig und gut zu Lüften, denn auch frische Luft ist heilsam.

  • Trinken

    Die Schleimhäute werden beim Abhusten stark strapaziert. Der Körper benötigt mehr Flüssigkeit als sonst. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Kind bei Husten ausreichend trinkt. Am besten Wasser, ungesüßten Tee, Erkältungstee oder warme Brühe.

  • Honig

    Ein Teelöffel Honig vor dem Schlafengehen wirkt antientzündlich, kann Hustenreiz lindern und die Schlafqualität verbessern. Achtung: Honig sollte nicht an Kinder unter einem Jahr gegeben werden, da er Bakteriensporen enthalten kann, die bei Säuglingen zu Vergiftungserscheinungen (Botulismus) führen können.

  • Ruhen und Schlafen

    Ruhe ist für die Regeneration äußerst wichtig. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind bei Husten ausreichend schläft. Schlaf hilft dem Immunsystem, Krankheitserreger zu bekämpfen und die Genesung zu beschleunigen.

  • Brustwickel

    Warme Brustwickel werden oft als sehr angenehm empfunden. Eine schleimlösende Wirkung ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Tränken Sie dazu ein weiches Baumwolltuch mit angenehm warmem, nicht heißem Wasser. Das Tuch wickeln Sie dem Kind anschließend vorsichtig um die Brust, etwa auf der Höhe von der Achselhöhle bis zu den Rippen. Der Wickel sollte locker sitzen und nicht auskühlen. Verzichten Sie auf ätherische Öle als Zusatz, da diese insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern die Atemwege reizen können.

  • Beschwerden lindern

    Sie können auf Medikamente wie Lutschtabletten, Hustensäfte und Mittel zum Inhalieren zurückgreifen, um die Beschwerden Ihres Kindes zu mildern. Viele Arzneimittel sind auf pflanzlicher Basis verfügbar. Die Verträglichkeit hängt vom Wirkstoff, Alter, Produkt und der Anwendung ab. Nutzen Sie unsere Übersicht zu rezeptfreien Medikamenten für Husten bei Kindern oder lassen Sie sich in unserer Apotheke vor Ort individuell und persönlich beraten.

Medikamente bei Husten bei Kindern und Erwachsenen
Mit pflanzlichen Arzneimitteln, Hustensäften oder Lutschtabletten können Sie Beschwerden wie Halsschmerzen, Hustenreiz und geschwollene Schleimhäute jedoch lindern. Viele unserer Medikamente haben eine altersgerechte Zulassung und sind nach Rücksprache mit Ärzt:innen oder Apotheker:innen auch bei Husten bei Kindern und Kleinkindern einsetzbar, in vielen Fällen finden Sie auch kindgerechte Alternativen. Anweisungen zur Dosierung finden Sie in den Anwendungshinweisen oder auch jederzeit in einer persönlichen Beratung in unseren Apotheken vor Ort.
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Medikamente bei Husten bei Kindern und Erwachsenen

Verlauf kontrollieren

  • Fieber kontrollieren

    Messen Sie bei Bedarf die Körpertemperatur Ihres Kindes und beobachten Sie vor allem seinen Allgemeinzustand. Entscheidend sind neben der Temperatur auch das Alter, die Atmung, das Trinkverhalten und mögliche Begleitsymptome. Bei Säuglingen unter drei Monaten ist bereits Fieber ab 38 °C ein Grund für eine umgehende ärztliche Abklärung. Auch bei auffälliger Atmung, starker Abgeschlagenheit oder schlechtem Trinkverhalten sollten Sie zeitnah medizinischen Rat einholen.

  • Atemgeräusche prüfen

    Wie klingt der Husten Ihres Kindes? Wie entwickelt er sich? Erkennen Sie begleitende Atemgeräusche wie ein Rasseln, Keuchen, Brummen oder Pfeifen? Bei Atemgeräuschen kann es sich um ernste Lungengeräusche handeln und Sie sollten unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Infektionsrisiko minimieren

  • Kontakte reduzieren

    Husten bei Kindern ist in den meisten Fällen ansteckend. Schicken Sie Ihr Kind in der akuten Phase nicht in die Schule oder Kindertagesstätte. Wenn mehrere Kinder bei Ihnen im Haushalt leben, sollte während der akuten Phase auch der Kontakt der Geschwister reduziert werden.

  • Auf Hygiene achten

    Die meisten Bakterien und Viren werden durch Tröpfcheninfektionen übertragen. Achten Sie auf eine gute Handhygiene, desinfizieren Sie häufige Kontaktflächen wie Türklinken oder Lichtschalter.

Im Notfall handeln

Nehmen Sie den Notfall ernst! Das bedeutet, dass Sie bei Atemnot, Atemgeräuschen, hohem Fieber oder anhaltendem, starkem Husten bei Kindern sofort den Kinderarzt bzw. die Kinderärztin kontaktieren oder im Extremfall die nächste Notaufnahme aufsuchen sollten, um ernste Komplikationen zu vermeiden.

Erkrankungen erkennen: Wann steckt mehr hinter dem Husten meines Kindes?

Krankheit

Symptome

Behandlung

Risiken

Grippaler Infekt

Im Verlauf trockener Husten bei Kindern, später mit Auswurf.

Halsschmerzen, leichtes Fieber, Kopfschmerzen, Schnupfen, leichte Abgeschlagenheit und milde Gliederschmerzen.

Bei einer Grippe zusätzlich starke Gliederschmerzen, hohes Fieber, starke Abgeschlagenheit und der Husten bei Kindern gleich zu Beginn des Atemwegsinfekts.

Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und Erste-Hilfe-Maßnahmen für Husten bei Kindern anwenden.

Gegen eine verstopfte Nase können Nasenduschen helfen.

Bei Verschleppen werden die Atemwege und Kreislauf stark beansprucht und es kann zu Folgeerkrankungen wie einer Lungenentzündung oder einer Herzmuskelentzündung kommen.

Keuchhusten (Pertussis)

Schwere Hustenanfälle, die zu "Keuchen" führen.

Es kann zum Abhusten von Sekret kommen, in einigen Fällen auch zu Erbrechen.

Häufig Appetit- und Schlaflosigkeit, selten Fieber

Verlauf oftmals in drei Phasen:

1. Vorangehende Erkältungskrankheit
2. Phase des Keuchhustens, meistens nachts
3. Erholungsphase von 6-10 Wochen, in denen der Keuchhusten langsam abklingt

Ruhe, ausreichend Trinken und Erste-Hilfe-Maßnahmen für Husten bei Kindern anwenden.

Antibiotika nach kinderärztlicher bzw. jugendärztlicher Rücksprache.

Hinweis: Mütter können sich präventiv einige Wochen vor der Geburt impfen lassen, um den Säugling in den ersten Wochen zu schützen (Nestschutz).

Kann zu Atembeschwerden mit Sauerstoffmangel und ernsthaften Komplikationen führen, wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, seltener auch Krampfanfälle.

Für Säuglinge kann Keuchhusten lebensbedrohlich sein!

Lungenentzündung (Pneumonie)

Fieber, Husten mit gelblichem oder blutigem Schleim, schnelle Atmung, Brustschmerzen beim Atmen, allgemeines Krankheitsgefühl.

Ruhe, ausreichend Trinken und Erste-Hilfe-Maßnahmen für Husten bei Kindern anwenden.

Bakterielle Pneumonie:
Antibiotika nach kinderärztlicher oder jugendärztlicher Rücksprache.

Virale Pneumonie:
Keine Antibiotika! Ruhe, gute Flüssigkeitszufuhr und bei Bedarf fiebersenkende Medikamente.

Kann zu Atemversagen, Sauerstoffmangel im Blut und Ausbreitung der Infektion auf andere Organe führen.

Suchen Sie unbedingt ärztliche Hilfe! In schweren Fällen ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich.

Tuberkulose

Husten mit oder ohne Schleim (kann blutig sein), eine leicht erhöhte Körpertemperatur, nächtliches Schwitzen, Müdigkeit. Seltener Fieber und Appetitmangel mit ungewolltem Gewichtsverlust.

Spezielle Antibiotika über eine lange Behandlungszeit, in einigen Fällen sogar über mehrere Monate. Eine konsistente Medikation ist wichtig, die Behandlung keinesfalls früher abbrechen. Erste-Hilfe-Maßnahmen für Husten bei Kindern können die Beschwerden über den langen Behandlungszeitraum lindern.

Ohne Behandlung kann Tuberkulose tödlich sein! Es besteht zudem das Risiko der Ausbreitung in andere Körperteile. Bei nicht ausreichender Behandlung kann eine multiresistente Tuberkulose entstehen.

Pseudokrupp-Husten

Bellender Husten, Heiserkeit, Atembeschwerden, Schwellungen am Kehlkopf, Zischen beim Einatmen.

Ruhe, ausreichend Trinken und Erste-Hilfe-Maßnahmen für Husten bei Kindern anwenden.

Kühle, feuchte Luft, in einigen Fällen kortisonhaltige Medikamente (verschreibungspflichtig).

Ausweitung der Entzündung auf Mittelohr, Luftröhre oder Lunge möglich.

Kann zu Atemnot führen, bei schwerem Verlauf ein medizinischer Notfall!

Asthmahusten

Chronischer Husten bei Kindern, oft nachts oder früh am Morgen, Beschwerden verstärken sich unter Belastung, Keuchen, Atemnot, Probleme beim Ausatmen.

Asthmamedikamente (ärztlich verschrieben)

Kann zu Atemschwierigkeiten führen, die in Atemnot enden können. Beschwerden können sich mit der Zeit verschlimmern.

Allergischer Husten

Trockener, kratzender Husten, selten auch produktiver Husten bei Kindern, oft mit anderen Allergiesymptomen wie laufender Nase oder juckenden Augen.

Allergenvermeidung, Allergiemedikamente (ärztlich verschrieben).

Es kann zu einem anaphylaktischen Schock (abfallender Blutdruck, Kreislauf- und Atemstillstand). Es handelt sich dabei um einen medizinischen Notfall!

Allergiehusten kann Asthma-Symptome verschlimmern.

Postnasaler Drip Husten (PNDS)

Der Husten bei Kindern wird durch den Hustenreflex ausgelöst durch herablaufenden Schleim zwischen Nase und Rachen verursacht.

Reizhusten, begleitet von häufigem Räuspern und Schnupfen im Rahmen einer Nasennebenhöhlenentzündung.

Behandlung der zugrundeliegenden Ursache (wie Sinusitis, Allergien).

Zusätzlich Ruhe, ausreichend Trinken und Erste-Hilfe-Maßnahmen für Husten bei Kindern anwenden.

Wird PNDS nicht behandelt, besteht ein Risiko, dass sich die Entzündung auf die unteren Atemwege ausbreiten kann.

Wo liegt der Unterschied zwischen akutem und chronischem Husten bei Kindern?

Husten bei Kindern gilt als akut, wenn er weniger als drei Wochen andauert. Akuter Husten bei Kindern ist meist die Folge eines Atemwegsinfekts, zum Beispiel einer Erkältung oder Grippe.

Chronischer Husten bei Kindern hingegen, hält länger als drei bis vier Wochen an. Es gibt verschiedene mögliche Auslöser für chronischen Husten bei Kindern, einschließlich Asthma, Allergien, Tuberkulose, einer chronischen Sinusitis oder der Refluxkrankheit.

Hinweis

Für die spezifische Behandlung des Hustens Ihres Kindes sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Insbesondere dann, wenn Sie sich um die Gesundheit Ihres Kindes sorgen. Kinderärzt:innen oder Allgemeinmediziner:innen können eine erste Anlaufstelle sein, bei medizinischen Notfällen sollte immer ein Rettungsdienst konsultiert werden!

Welche rezeptfreien Medikamente helfen gegen Husten bei Kindern?

Rezeptfreie Medikamente können bei Husten bei Kindern in bestimmten Fällen helfen, einzelne Beschwerden zu lindern. Allerdings sind nicht alle Hustenmittel für jedes Alter geeignet.

In unserem Online-Shop finden Sie verschiedene rezeptfreie Arzneimittel, darunter fiebersenkende Mittel oder Antitussiva, aber auch pflanzliche Präparate und Hustensäfte. Ob und welches Mittel für Ihr Kind geeignet ist, hängt unter anderem vom Alter, der Hustenart und möglichen Begleiterkrankungen ab. Unsere Apotheker:innen beraten Sie gerne zur Auswahl und altersgerechten Anwendung.

Mittel gegen Halsschmerzen

Hustensäfte & Schleimlöser

  • Der Hustensaft hilft dabei, den Hustenschleim zu verflüssigen. Nicht für Kinder unter zwei Jahren geeignet.

  • Hustensaft mit Wirkstoffen aus Thymiankraut und der Primelwurzel. Für Kinder ab sechs Monaten geeignet.

  • Der Hustensaft unterstützt dabei, festsitzenden Schleim zu lösen. Für Husten bei Kindern ab zwei Jahren geeignet.

  • Unterstützt dabei, festsitzende Bronchialsekrete bei akutem und chronischem Husten bei Kindern zu lösen. Für Kinder ab sechs Jahren geeignet.

Rezeptfreie Hustenlöser
Hustenlöser werden eingesetzt, um zähen Schleim in den Atemwegen zu verflüssigen und das Abhusten zu erleichtern. Wichtig: Nicht jedes Präparat ist für jedes Alter geeignet und der Nutzen vieler rezeptfreier Schleimlöser bei Kindern ist wissenschaftlich nur begrenzt belegt. Ob ein Hustenlöser sinnvoll ist, hängt vom Alter des Kindes, der Art des Hustens und möglichen Begleiterkrankungen ab. In unserer Apotheke beraten wir Sie gerne zu geeigneten Behandlungsmöglichkeiten.
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Rezeptfreie Hustenlöser

Hustenstiller & Hustenblocker (Antitussiva)

  • ISLA JUNIOR Pastillen

    Schützen gereizte Mund- und Rachenschleimhäute. Für Kinder ab vier Jahren geeignet.

  • Mit dem Wirkstoff der Eibischwurzel. Reizlindernd. Für Kinder ab einem Jahr geeignet.

  • Stillt den Hustenreiz – auch nächtlichen Krampfhusten. Für Husten bei Kindern ab sieben Monaten geeignet.

Erkältungsbäder und Inhalation

  • BABIX Inhalat N enthält eine Kombination aus Eukalyptusöl und Fichtennadelöl und wird zur unterstützenden Behandlung bei Erkältungskrankheiten der Atemwege eingesetzt. Laut Gebrauchsinformation ist das Präparat auch für Säuglinge vorgesehen, allerdings nur unter besonderen Maßnahmen:

    1. Bei Kindern unter zwei Jahren darf es keinesfalls in unmittelbarer Nähe der Atemwege angewendet werden.
    2. Die Anwendung muss stets entsprechend der Packungsbeilage erfolgen.
    3. Bei Asthma oder anderen Erkrankungen mit überempfindlichen Atemwegen darf das Präparat nicht angewendet werden.

    Lassen Sie sich insbesondere vor der Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern am besten ärztlich oder in unserer Apotheke beraten.

  • Geeignet für Erkältungskrankheiten mit verschleimten Atemwegen. Ab 2 Jahren geeignet.

  • Flüssiger Badezusatz mit natürlichem Thymianöl.

Für alle Präparate gilt:

Achten Sie vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern auf eine gewissenhafte Dosierung. Holen Sie im Zweifel ärztlichen Rat ein oder kontaktieren Sie Ihre Apotheker:innen für Rückfragen zu möglichen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Warum kann Husten bei Kindern gefährlich werden?

Husten bei Kindern ist meistens harmlos und tritt häufig im Rahmen einer Erkältung auf. Er ist ein wichtiger Schutzreflex, mit dem der Körper Schleim und Fremdstoffe aus den Atemwegen entfernt. Starke oder anhaltende Hustenanfälle können jedoch anstrengend sein, den Schlaf beeinträchtigen und zu Erschöpfung führen.

In manchen Fällen steckt hinter dem Husten eine behandlungsbedürftige Erkrankung, beispielsweise eine Lungenentzündung, Keuchhusten oder Asthma. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern ist Vorsicht geboten, da sich Atembeschwerden schneller auf den Allgemeinzustand auswirken können.

Wann sollten Sie mit Husten bei Kindern ärztliche Hilfe einholen?

Information

Bei schwerer Atemnot, bläulichen Lippen oder Bewusstseinsstörungen handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Wählen Sie in diesen Fällen sofort die 112.

Entscheidend sind vor allem die Begleitsymptome: Wenn Ihr Kind zunehmend schwer atmet, ungewöhnlich abgeschlagen wirkt, kaum trinkt oder hohes beziehungsweise anhaltendes Fieber entwickelt, sollten Sie zeitnah kinderärztlichen Rat einholen. Auch Husten, der ohne hustenfreie Tage länger als zwei Wochen anhält, sollte untersucht werden. Achten Sie besonders auf diese Symptome:

  • Fieber (ab einer Körpertemperatur von 40 Grad oder einer Fieberdauer von zwei bis drei Tagen sollte unbedingt medizinischer Rat eingeholt werden!)
  • starke Schmerzen beim Husten
  • Atemnot
  • Atemgeräusche
  • gefärbter Schleim
  • Gewichtsverlust

Fazit

Husten bei Kindern, Kleinkindern und Babys ist in vielen Fällen zwar lästig, jedoch harmlos. In einigen Fällen kann es sich jedoch um ernsthafte Erkrankungen handeln, die therapiebedürftig sind und zu einem medizinischen Notfall werden können.

Bei typischen Hustenbeschwerden benötigt Ihr Kind jedoch Ruhe, viel Flüssigkeit und nährstoffreiche Kost. Sie können ergänzend auf Erste-Hilfe-Maßnahmen und geeignete Medikamente für Husten bei Kindern zurückgreifen. Bei starken Beschwerden, hohem Fieber, Atemgeräuschen und Atemnot sollte jedoch unmittelbar ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Starke Atemnot ist immer ein Notfall, der akute Lebensgefahr bedeuten kann!

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Häufige Fragen zu Husten bei Kindern

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Jennifer Höhenberger ist seit mehr als sechs Jahren Marketingmanagerin in der Hohenzollern Apotheke in Münster. Nach ihrem Masterstudium der Interdisziplinären Medienwissenschaft und einem Redaktionsvolontariat arbeitete sie zunächst in einer Marketingagentur, bevor sie sich in der Apotheke auf die Kommunikation im Gesundheitswesen spezialisierte. Ihr Ziel: Kommunikation im Gesundheitswesen verantwortungsvoll gestalten, Aufklären, Ängste nehmen, Möglichkeiten aufzeigen und sichtbar machen, was den Menschen wirklich hilft.

Heute verantwortet sie in der Hohenzollern Apotheke vor allem die Webseite und kümmert sich darum, dass pharmazeutische Themen und Therapiemöglichkeiten für Patient:innen, Kund:innen und Fachkreise online auffindbar und sichtbar werden. Ihr redaktioneller Schwerpunkt umfasst dabei vor allem die Spezialversorgungsbereiche der Apotheke – von Herstellung patientenindividueller Arzneimittel und Therapien über die ambulante Infusionsversorgung (Homecare) bis zur Betreuung von Patient:innen mit seltenen Erkrankungen.

Für Jennifer Höhenberger gilt: Nur wer ein Thema wirklich versteht, kann es auch für andere verständlich erklären. Deshalb arbeitet sie von der Konzeption bis zum fertigen Text eng mit den Expert:innen der jeweiligen Fachabteilungen und Versorgungsbereichen zusammen. Vor der Veröffentlichung aller Inhalte auf der Webseite sichern approbierte Apotheker:innen die Qualität, indem sie jeden Text im Vier-Augen-Prinzip auf fachliche Richtigkeit prüfen.