
Warum die Herzfrequenz im Tagesverlauf schwankt
Das Herz arbeitet nicht mit der gleichbleibenden Regelmäßigkeit eines Uhrwerks. Seine Frequenz passt sich fortlaufend an den aktuellen Sauerstoffbedarf des Körpers an und verändert sich beispielsweise durch Bewegung, Stress, Schlaf, Fitness oder Erkrankungen. Trotz dieser natürlichen Schwankungen gibt es Orientierungswerte für eine normale Herzfrequenz. Besonders der Ruhepuls hilft dabei, die eigene Herzfrequenz besser einzuordnen und Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Herzfrequenz in Ruhe als normal gilt, wie sich die Werte je nach Alter und Trainingszustand unterscheiden und wann ein auffälliger Puls ärztlich abgeklärt werden sollte.
Das Wichtigste zur Herzfrequenz in Kürze
- Bei gesunden Erwachsenen liegt die Ruheherzfrequenz meist bei 60–80 Schlägen pro Minute
- Als allgemeiner medizinischer Orientierungsbereich gelten häufig 60–100 Schläge pro Minute
- Bei trainierten Personen kann der Ruhepuls deutlich unter 60 liegen
- Alter, Fitness, Medikamente, Stress und die Messsituation können die Herzfrequenz beeinflussen
- Ein dauerhafter Ruhepuls über 100 oder ein niedriger Puls in Verbindung mit Beschwerden sollte ärztlich abgeklärt werden

Alles rund um die normale Herzfrequenz auf einen Blick
- Normale Herzfrequenz nach Alter
- Wann ist der Puls normal, zu hoch oder zu niedrig?
- Pulsmessung: Wie misst man den Puls?
- Wie werden Auffälligkeiten bei Puls und Herzfrequenz medizinisch untersucht?
- Wann benötigen Sie medizinischen Rat?
- Normale Herzfrequenz abhängig vom Fitnesslevel für Männer
- Normale Herzfrequenz abhängig vom Fitnesslevel für Frauen
- Normale Herzfrequenz bei körperlicher Anstrengung
- Welche Faktoren beeinflussen eine normale Herzfrequenz?
- Einflüsse durch Medikamente und Vorerkrankungen
- Fazit: Das ist eine normale Herzfrequenz
Was ist eine normale Herzfrequenz?
Eine normale Herzfrequenz spricht nicht automatisch für eine gute Herzgesundheit. Der Pulswert kann im Ruhezustand und unter Belastung variieren. Der Puls bei sportlicher Anstrengung wird auch Belastungspuls oder Trainingspuls genannt. Die Angabe der normalen Herzfrequenz erfolgt in bpm (engl. Beats per Minute).
Normale Herzfrequenz nach Alter
Personengruppe | Alter | Wachzustand | Ruhefrequenz im Schlaf |
|---|---|---|---|
Neugeborene | 0–28 Tage | 100–205 bpm | 90–160 bpm |
Säuglinge | 1–12 Monate | 100–180 bpm | 90–160 bpm |
Kleinkinder | 1–2 Jahre | 98–140 bpm | 80–120 bpm |
Vorschulkinder | 3–5 Jahre | 80–120 bpm | 65–100 bpm |
Schulkinder | 6–11 Jahre | 75–118 bpm | 58–90 bpm |
Jugendliche | ab ca. 12 Jahren | 60–100 bpm | 50–90 bpm |
Erwachsene | ab 18 Jahren | 60–100 bpm, häufig 60–80 bpm | häufig 40–60 bpm |
Ältere Menschen | ab 65 Jahren | 60–100 bpm | kein eigener allgemeingültiger Normbereich |
Trainierte Erwachsene | ab 18 Jahren | häufig 40–60 bpm | kann im Schlaf unter 40 bpm liegen, besonders bei Ausdauersportlern |
Schwangere | / | oft ca.10–20 bpm höher als vor der Schwangerschaft | ebenfalls oft erhöht gegenüber dem individuellen Wert vor der Schwangerschaft |
Hinweis
Die Ruheherzfrequenz kann von Person zu Person variieren. Außerdem können Faktoren wie Alter, Aktivitätsniveau und bestimmte Medikamente die Ruheherzfrequenz beeinflussen. Die genannten Werte sind als allgemeine Richtwerte zu verstehen und ersetzen keinen Besuch bei einem Arzt bzw. einer Ärztin. Wir empfehlen Ihnen, umgehend ärztlichen Rat einzuholen, wenn Sie Herzprobleme vermuten.
Wann ist der Puls normal, zu hoch oder zu niedrig?
Bei Erwachsenen liegt die normale Ruheherzfrequenz meist zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute. Viele gesunde Erwachsene liegen eher im Bereich von etwa 60 bis 80 bpm.
Bei Erwachsenen gilt eine Ruheherzfrequenz über 100 Schlägen pro Minute in der Regel als Tachykardie. Vorübergehend kann der Puls durch Sport, Stress, Fieber oder Medikamente steigen. Bleibt der Ruhepuls dauerhaft erhöht oder tritt wiederholt Herzrasen auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Die Herzfrequenz verändert sich im Tagesverlauf und wird unter anderem durch Schlaf, Aktivität, Stress, Körperposition, Temperatur und Medikamente beeinflusst. Deshalb ist der Puls morgens nach dem Aufwachen häufig anders als nach einem aktiven oder stressigen Tag.
Smartwatches können den Puls im Alltag gut zur Orientierung und Verlaufskontrolle erfassen, sind aber nicht immer exakt und können durch Bewegung, Sitz des Geräts oder Herzrhythmusstörungen beeinflusst werden. Auch Blutdruckmessgeräte zeigen meist die Pulsfrequenz an; bei unregelmäßigem Herzrhythmus kann die Messung jedoch ungenauer sein. Für eine medizinische Beurteilung sollte ein auffälliger Messwert daher nicht allein anhand eines Wearables bewertet, sondern immer auch ärztlich abgeklärt werden.
Für erwachsene Frauen gilt grundsätzlich derselbe allgemeine Ruhebereich von 60 bis 100 bpm wie für Männer. Individuelle Unterschiede können unter anderem durch Fitness, Hormone, Medikamente und Lebenssituation entstehen.
Auch bei erwachsenen Männern liegt der normale Ruhepuls allgemein bei 60 bis 100 bpm. Trainierte Männer können deutlich niedrigere Ruhewerte haben, ohne dass dies automatisch krankhaft ist.
Ein Ruhepuls von 80 Schlägen pro Minute liegt bei Erwachsenen im üblichen Normbereich. Entscheidend ist, dass der Wert in Ruhe gemessen wurde und keine Beschwerden bestehen.
Auch ein Ruhepuls von 90 Schlägen pro Minute liegt noch innerhalb des allgemeinen Normbereichs von 60 bis 100 bpm. Fitness, Stress, Temperatur, Medikamente und andere Faktoren können den individuellen Ruhepuls beeinflussen
Ein Ruhepuls von 100 Schlägen pro Minute liegt am oberen Rand des üblichen Normbereichs. Bei körperlicher Belastung kann ein solcher Wert völlig normal sein; tritt er dauerhaft in Ruhe auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden
Bei Erwachsenen spricht man in der Regel von einer Tachykardie, wenn die Herzfrequenz in Ruhe über 100 Schlägen pro Minute liegt. Ein vorübergehend erhöhter Puls kann unter anderem durch körperliche Belastung, Stress oder Fieber entstehen.
Ein Ruhepuls unter 60 Schlägen pro Minute wird häufig als Bradykardie bezeichnet. Das muss nicht automatisch krankhaft sein: Bei trainierten Personen und im Schlaf können auch niedrigere Werte auftreten.
Herzfrequenz und Blutdruck sind unterschiedliche Messwerte. Ein normaler Ruhepuls schließt Bluthochdruck nicht aus. Dauerhaft erhöhter Blutdruck belastet Herz und Gefäße und sollte unabhängig vom Puls kontrolliert werden.
Ein Ruhepuls von über 100 bpm gilt bei Erwachsenen als erhöht und kann als Tachykardie eingeordnet werden. Auch ein dauerhaft sehr niedriger Ruhepuls sollte ärztlich abgeklärt werden, wenn Beschwerden wie Schwindel, Atemnot oder Ohnmacht auftreten.
Die Herzfrequenz ist bei Säuglingen und Kindern in der Regel höher als bei Erwachsenen und sinkt mit zunehmendem Alter. Bei Erwachsenen gilt unabhängig vom höheren Lebensalter meist weiterhin ein Ruhebereich von 60 bis 100 bpm als allgemeine Orientierung.

Pulsmessung: Wie misst man den Puls?
Der Puls lässt sich an verschiedenen Stellen messen – z.B. am Hals, an der Innenseite Ihres Ellenbogens und sogar an der Fußspitze. Für die Selbstmessung eignet sich das Handgelenk besonders gut, wenn Sie selbst messen möchten und kein Blutdruckmessgerät oder eine Pulsuhr zur Hand haben. So können Sie Ihren normalen Ruhepuls am Handgelenk (Arteria radialis) messen:
- Stellen Sie sicher, dass Sie sich im Ruhezustand befinden. Der beste Zeitpunkt für die Messung des Ruhepulses ist morgens, noch vor dem Aufstehen.
- Finden Sie Ihren Puls an der Innenseite Ihres Handgelenks: Drücken Sie dazu Zeige- und Mittelfinger etwas unterhalb der Daumenballen am Handgelenk zusammen. Tasten Sie leicht herum, bis Sie ein Pochen spüren. Drücken Sie nicht zu fest, um den Pulsschlag nicht zu unterdrücken.
Zählen Sie Ihren Puls 15 Sekunden lang und multiplizieren Sie diese Zahl dann mit vier, um Ihre Schläge pro Minute (bpm) zu ermitteln. Die AHA empfiehlt für eine möglichst genaue Messung den Puls 60 Sekunden zählen. Bei regelmäßigem Puls kann alternativ 30 Sekunden gezählt und der Wert verdoppelt werden.
Unterschiede zwischen Herzfrequenz, Puls, Pulsfrequenz & Blutdruck
Was? | Erklärung |
|---|---|
Herzfrequenz | Sie beschreibt, wie oft das Herz innerhalb einer Minute schlägt. Gemessen wird sie meist in Schlägen pro Minute (bpm). Im entspannten Zustand spricht man von der Ruheherzfrequenz. |
Puls | Der Puls ist die Druckwelle, die durch einen Herzschlag in den Arterien entsteht. Sie lässt sich beispielsweise am Handgelenk oder Hals ertasten. Zur Beurteilung wird meist der arterielle Ruhepuls herangezogen. |
Pulsfrequenz | Sie gibt an, wie viele Pulswellen innerhalb einer Minute auftreten. Im Ruhezustand wird sie auch als Ruhepuls bezeichnet. Bei gesunden Menschen entsprechen Pulsfrequenz und Herzfrequenz in der Regel einander. |
Blutdruck | Der Blutdruck beschreibt den Druck des Blutes in den Arterien. Er wird in mmHg angegeben und besteht aus einem systolischen und einem diastolischen Wert, zum Beispiel 120/80 mmHg. |
Wie werden Auffälligkeiten bei Puls und Herzfrequenz medizinisch untersucht?
Mediziner:innen können bei einem Verdacht mit einem EKG Ihre elektrokardiografischen Signale überwachen. In einigen Fällen können auch bildgebende Verfahren wie Echokardiogramme, CT-Scans und MRT-Scans erforderlich sein, um festzustellen, ob es strukturelle Anomalien in Ihrem Herzen gibt. Selten und bei konkretem Verdacht: Elektrophysiologische Untersuchung. Bei diesem Verfahren, das unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird, werden vorübergehend Elektrodenkatheter durch Venen oder Arterien in das Herz eingeführt, um die elektrischen Signale des Herzens aufzuzeichnen.
Wann benötigen Sie medizinischen Rat?
Sofort medizinische Hilfe suchen bei:
- Brustschmerzen oder starkem Engegefühl in der Brust
- schwerer Atemnot
- Bewusstlosigkeit oder drohender Ohnmacht
- plötzlich starken Beschwerden zusammen mit einem auffälligen Herzschlag
Zeitnah ärztlich abklären:
- dauerhaft ungewöhnlich hoher oder niedriger Ruhepuls
- wiederkehrendes Herzrasen
- neu auftretende Herzrhythmusstörungen
- deutliche Abweichungen vom persönlichen Normalwert
Wenn Sie bereits mit einer Herzerkrankung, einer Herzinsuffizienz oder einer Veranlagung für Erkrankungen des Herzens leben, sollten Sie sich so schnell wie möglich ärztliche Hilfe suchen, sobald Sie Abnormalitäten in der normalen Herzfrequenz bemerken, da dies ein Anzeichen für eine ernsthafte Komplikation sein könnte.
Normale Herzfrequenz abhängig vom Fitnesslevel für Männer
Fitnesslevel | 18 bis 25 Jahre | 26 bis 35 Jahre | 36 bis 45 Jahre | 46 bis 55 Jahre | 56 bis 65 Jahre oder älter |
|---|---|---|---|---|---|
Athlet | 49-55 | 49-54 | 50-56 | 50-57 | 51-56 |
Exzellent | 56-61 | 55-61 | 57-62 | 58-63 | 57-61 |
Sehr gut | 62-65 | 62-65 | 63-66 | 64-67 | 62-67 |
Gut | 66-69 | 66-70 | 67-70 | 68-71 | 68-71 |
Durchschnittlich | 70-73 | 71-74 | 71-75 | 72-76 | 72-75 |
Unterdurchschnittlich | 74-81 | 75-81 | 76-82 | 77-83 | 76-81 |
Schlecht | >82 | >82 | >83 | >84 | >82 |
Normale Herzfrequenz abhängig vom Fitnesslevel für Frauen
Fitnesslevel | 18 bis 25 Jahre | 26 bis 35 Jahre | 36 bis 45 Jahre | 46 bis 55 Jahre | 56 bis 65 Jahre oder älter |
|---|---|---|---|---|---|
Athlet | 56-60 | 54-59 | 54-59 | 54-60 | 54-59 |
Exzellent | 61-65 | 60-64 | 60-64 | 61-65 | 60-64 |
Sehr gut | 66-69 | 65-68 | 65-69 | 66-69 | 65-68 |
Gut | 70-73 | 69-72 | 70-73 | 70-73 | 69-73 |
Durchschnittlich | 74-78 | 73-76 | 74-78 | 74-77 | 74-77 |
Unterdurchschnittlich | 79-84 | 77-82 | 79-84 | 78-83 | 78-83 |
Schlecht | >85 | >83 | >85 | >84 | >84 |
Normale Herzfrequenz bei körperlicher Anstrengung
Regelmäßiges Ausdauertraining kann den Ruhepuls senken und die kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit verbessern. Die individuelle Maximalherzfrequenz wird dagegen wesentlich durch Alter und persönliche Faktoren bestimmt. Die Ermittlung Ihrer Maximalherzfrequenz während des Trainings ist eine wichtige Methode für Sportler:innen, um festzustellen, ob Ihr Training nicht intensiv genug, zu intensiv oder genau richtig ist. Eine hohe aerobe Kapazität kann das Risiko für einen Herzinfarkt senken. Für Leistungssportler:innen und Ausdauersportler:innen kann das Messen der normalen Herzfrequenz zu einem effizienteren Workout und gesteigerter Leistungsfähigkeit beitragen. Da es unmöglich ist, die Maximalherzfrequenz länger als ein paar Minuten aufrechtzuerhalten, sollten Sie diese während Ihres Trainings nur kurzzeitig erreicht werden.
Wie hoch darf die Herzfrequenz beim Sport sein?
Beim Sport steigt die Herzfrequenz natürlicherweise an. Als Orientierung gelten häufig:
- 50–70 % der maximalen Herzfrequenz bei moderater Belastung
- 70–85 % bei intensiver Belastung
Die maximale Herzfrequenz lässt sich grob mit der Formel 220 minus Lebensalter schätzen. Diese Faustformel liefert jedoch nur einen Richtwert und kann individuell deutlich abweichen.
Hinweis
Wenn Sie jedoch nicht regelmäßig trainieren oder untrainiert sind, sollten Sie ärztlichen Rat einholen, bevor Sie eine Zielherzfrequenz festlegen. Mediziner:innen können helfen, realistische Ziele für Ihren Trainingspuls setzen. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie gesundheitliche Probleme haben, insbesondere Probleme mit dem Herzen, der Atmung oder dem Kreislauf.
Alarmzeichen der Herzgesundheit: Symptome einer Tachykardie
- Herzrasen & Herzklopfen: Heftiges Pochen in der Brust, das bis in den Hals ausstrahlen kann.
- Herzstolpern: Unregelmäßiger Herzrhythmus oder das Empfinden kurzer Aussetzer.
- Schwindel: Benommenheitsgefühle und Gangunsicherheit aufgrund eines Blutdruckabfalls.
- Kurzatmigkeit: Erschwerte oder beschleunigte Atmung.
- Innere Unruhe: Begleitende Ängste, Nervosität oder Schweißausbrüche.
Eine Tachykardie bezeichnet bei Erwachsenen eine Herzfrequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute in Ruhe. Die Ursachen reichen von vorübergehenden Reaktionen auf Stress, Fieber oder körperliche Belastung bis zu Herzrhythmusstörungen. Wie relevant eine Tachykardie ist, hängt deshalb von Ursache, Dauer, Herzrhythmus und begleitenden Beschwerden ab.
Bei einer Tachykardie schlägt das Herz derart beschleunigt, dass eine vollständige Füllung der Herzkammern zwischen den Schlägen nicht mehr gewährleistet ist. Dies führt zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des Körpers, was gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Die Symptome reichen von unangenehm bis lebensbedrohlich; wie etwa akute Risiken und Notfälle wie einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder sogar einem plötzlichen Herztod.
Zu den chronischen Folgeschäden einer Tachykardie zählen vorallem Ohnmachtsanfälle (Synkopen) und damit verbundenes Sturzrisiko und die Herzschwäche (Herzinsuffizienz), da durch die dauerhafte Überlastung die Pumpkraft des Herzmuskels langfristig nachlassen kann.

Welche Faktoren beeinflussen eine normale Herzfrequenz?
Alter
Je nach Lebensalter kann die normale Herzfrequenz variieren. Bei Säuglingen ist Sie höher als bei Erwachsenen oder Senioren.
Geschlecht
Die normale Herzfrequenz fällt bei Frauen häufig höher aus als bei Männern. Das weibliche Herz ist kleiner und muss schneller schlagen, um die Organe mit Blut und Nährstoffen zu versorgen.
Körperliche Aktivität
Unter körperlicher Anstrengung durch z.B. Sport, kann sich die Herzfrequenz erhöhen. Sportler mit einer guten Fitness weisen häufig einen geringeren normalen Ruhepuls auf. Ein schlechter Fitnesszustand kann die normale Herzfrequenz auch in der Ruhe erhöhen.
Stress
Die Stresshormone Adrenalin und Kortisol können dafür sorgen, dass das Herz schneller oder unregelmäßig schlägt. Entzündliche Prozesse können begünstigt werden, sodass sich Gefäße verengen und der Blutdruck steigt.
Koffein- und Alkoholkonsum
Die normale Herzfrequenz kann sich unter Koffein- und Alkoholeinfluss erhöhen.
Rauchen
Raucher haben in der Regel eine höhere Ruheherzfrequenz. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, kann dies dazu beitragen, die Frequenz zu senken. Dies ist oft schwierig, aber ein Arzt kann Ihnen dabei helfen, einen Plan zur Raucherentwöhnung zu erstellen, der für Sie geeignet ist.
Schwangerschaft
Der normale Ruhepuls kann sich in der Schwangerschaft um etwa 12 bis 20 Schläge pro Minute erhöhen, entsprechen kann auch die normale Herzfrequenz ansteigen.
Emotionen
Angst, Aufregung oder Stress aktivieren das autonome Nervensystem und können die Herzfrequenz vorübergehend erhöhen.
Gewicht
Menschen mit einem erhöhten Körpergewicht können einen höheren normalen Ruhepuls haben. Das liegt daran, dass das Herz mehr arbeiten muss, um den Körper mit Blut zu versorgen.
Körperverlagerung
Die Frequenz Ihres Herzschlages kann sich vorübergehend erhöhen, wenn Sie vom Sitzen in den Stand wechseln.
Temperatur
Die Frequenz kann leicht ansteigen, wenn Sie heißen Temperaturen ausgesetzt sind.
Fitnesslevel
Untrainierte Menschen weisen häufig eine höhere normale Herzfrequenz auf. Bei einem verbesserten Fitnesslevel sind Normalwerte und Trainingspuls häufig geringer.
Einflüsse durch Medikamente und Vorerkrankungen

Nebenwirkungen von Medikamenten
Menschen, die bestimmte Medikamente wie Betablocker einnehmen, können eine niedrigere Ruheherzfrequenz haben.
Anämie
Bei Anämie kann ein niedriger Gehalt an roten Blutkörperchen dazu führen, dass das Herz schneller schlägt, um den Körper mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen.
Endokrine oder hormonelle Anomalien
Veränderte Werte einiger Hormone können die normale Herzfrequenz beeinflussen. So kann beispielsweise ein zu hoher Schilddrüsenhormonspiegel (Hyperthyreose) die Frequenz erhöhen, während ein zu niedriger Schilddrüsenhormonspiegel (Hypothyreose) sie senken kann.
Posturales Tachykardie-Syndrom (PoTS)
Bei diesem Syndrom kommt es nach dem Aufstehen oder Sitzen zu einem abnormalen Anstieg der Frequenz. Zu den typischen Symptomen starkes Herzklopfen, Schwindel und Ohnmacht.
Tipps für eine verbesserte Herzgesundheit
Durch eine ausgewogene und gesunde Lebensweise können Sie aktiv an Ihrer Herzgesundheit arbeiten, Sie erhalten und sogar verbessern. Bitte beachten Sie, dass Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel einen gesunden Lebensstil nicht ersetzen können. Bei Unsicherheiten, Vorerkrankungen oder einem konkreten Verdacht, sollten Sie immer ärztlichen Rat aufsuchen.
- Regelmäßig Sport treiben, um den Herzmuskel zu stärken. Idealerweise Ausdauersport
- Herzgesund ernähren: Wichtige Nährstoffe aus Obst, Gemüse und Fisch (Omega 3). Fett- und salzarm
- Stress reduzieren & auf ausreichend Schlaf achten
- Kaffee- und Alkoholkonsum reduzieren, ebenso wie aufputschende Energydrinks
- Wichtige Nährstoffe bei Bedarf supplementieren
Nahrungsergänzungsmittel & rezeptfreien Medikamente zur Unterstützung der Herzgesundheit
Einige Nahrungsergänzungsmittel und rezeptfreie Medikamente können in Ergänzung zu einem gesunden Lebensstil zu einer verbesserten Herzgesundheit beitragen. Wir empfehlen Ihnen ein beratendes Gespräch in unserer Apotheke oder in Ihrer Arztpraxis. Denken Sie daran, alle Medikamente zu nennen, die Sie einnehmen, um Wechselwirkungen zu vermeiden.
Mittel | Wirkung |
|---|---|
Stärken das Herzkreislaufsystem umfassend und beugen schweren Erkrankungen vor. | |
Diese beiden Vitamine helfen dabei, die Blutgefäße elastisch zu halten und den Blutdruck zu senken. | |
Die beiden Mineralien unterstützen die elektrische Stabilisation des Herzens. Die verbesserte Wechselwirkung der geladenen Elemente kann u. A. Herzrasen vorbeugen. | |
Omega 3 kann dabei helfen, den Cholesterinspiegel und den Blutdruck zu senken. | |
Weißdornextrakt optimiert dir Durchlässigkeit der Zellmembran und kann damit zur verbesserten Nährstoffversorgung und der Entspannung des Herzmuskels beitragen. | |
TROMCARDIN Complex ist ein rezeptfreies Präparat aus Kalium, Magnesium, Folsäure, Vitamin B12, Niacin und Coenzym Q10 zur Unterstützung für Ihre Herzgesundheit. | |
Crataegutt® ist rein pflanzlich und unterstützt das Herz-Kreislauf-System, indem es die Pumpkraft des Herzens stärkt und die Gefäße elastisch hält. | |
Helfen bei einer niedrigen Frequenz, die sich z.B. durch Schwindelanfälligkeit infolge niedrigen Blutdrucks beim Aufstehen nach dem Liegen, Bücken oder längerem Sitzen äußert. |
Fazit: Das ist eine normale Herzfrequenz
Die normale Herzfrequenz kann von Mensch zu Mensch variieren. Sie können Ihren normalen Ruhepuls zuhause selbst ermitteln, indem Sie auf traditionelle Messmethoden oder spezielle Messgeräte zurückgreifen. Ihr Arzt bzw, Ihre Ärztin kann nähere Messwerte zu Ihrer Herzgesundheit bestimmen. Wenn Sie eine Herzkrankheit vermuten, sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen. Wir empfehlen Ihnen, mindestens einmal im Jahr zu einer Vorsorgeuntersuchung in Ihrer Arztpraxis gehen.
Für ein starkes und gesundes Herz-Kreislaufsystem sollten Sie auf eine gesunde Lebensweise und viel Bewegung achten. Nahrungsergänzungsmittel und herzgesunde, rezeptfreie Medikamente können eine hilfreiche Unterstützung sein. Viele hilfreiche Mittel finden Sie in unserem Onlineshop oder in unseren Apotheken vor Ort. Bei Rückfragen zu unseren Produkten beraten wir Sie auch gerne in unserer Apotheken. Wir freuen uns auf Sie!
Transparenz & Nachweise
- Deutsche Herzstiftung e. V. Wissenswertes zum Thema Puls und normale Herzfrequenz. Frankfurt am Main: Deutsche Herzstiftung; [o. J.]. Verfügbar unter: https://herzstiftung.de/pulseday
- American Heart Association (AHA). All About Heart Rate (Pulse). Dallas, TX: American Heart Association; [o. J.]. Verfügbar unter: https://www.heart.org/en/health-topics/high-blood-pressure/the-facts-about-high-blood-pressure/all-about-heart-rate-pulse
- American Heart Association (AHA). Tachycardia: Fast Heart Rate. Dallas, TX: American Heart Association; [o. J.]. Verfügbar unter: https://www.heart.org/en/health-topics/arrhythmia/about-arrhythmia/tachycardia--fast-heart-rate
- American Heart Association (AHA). Bradycardia: Slow Heart Rate. Dallas, TX: American Heart Association; [o. J.]. Verfügbar unter: https://www.heart.org/en/health-topics/arrhythmia/about-arrhythmia/bradycardia--slow-heart-rate
- American Heart Association (AHA). Target Heart Rates Chart. Dallas, TX: American Heart Association; 2024. Verfügbar unter: https://www.heart.org/en/healthy-living/exercise-and-physical-activity/fitness-basics/target-heart-rates
- American Academy of Pediatrics (AAP). Normal Pediatric Heart Rates (PALS). Itasca, IL: American Academy of Pediatrics; [o. J.]. Verfügbar unter: https://publications.aap.org/pediatriccare/drug-monograph/18/6346/Normal-Pediatric-Heart-Rates
- European Society of Cardiology (ESC). 2024 ESC Guidelines for the Management of Elevated Blood Pressure and Hypertension. Sophia Antipolis: ESC; 2024. Verfügbar unter: https://www.escardio.org/guidelines/clinical-practice-guidelines/all-esc-practice-guidelines/elevated-blood-pressure-and-hypertension/
- Milton Keynes University Hospital NHS Foundation Trust. Cardiac Disease in Pregnancy. Milton Keynes: NHS; [aktuelle Fassung]. Verfügbar unter: https://www.mkuh.nhs.uk/wp-content/uploads/2022/10/Cardiac-disease-in-Pregnancy.pdf
- Doherty C, Baldwin M, Keogh A, et al. Keeping Pace with Wearables: A Living Umbrella Review of Systematic Reviews Evaluating the Accuracy of Consumer Wearable Technologies in Health Measurement. Sports Medicine. 2024;54:2907–2926. Verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39080098/













