ChemotherapieDie Chemotherapie umfasst unterschiedliche Behandlungsformen mit Medikamenten. Ziel dieser Therapie ist es, die Krebszellen abzutöten. Heute gibt es zahlreiche, verschiedene Chemotherapeutika, die auf ganz unterschiedliche Weise Krebszellen vernichten und sich in ihrer Wirkung ergänzen. Weil sie unterschiedlich wirken, verursachen sie auch unterschiedliche Nebenwirkungen.
Arten und Formen der Chemotherapie
Orale Therapie (Therapie mit Tabletten)
Hierbei erfolgt die Aufnahme der Medikamente über den Mund. Es ist wichtig, dass Sie die Medikamente zum richtigen Zeitpunkt – in der Regel nach dem Essen - einnehmen.
Intravenöse Chemotherapie (Gabe des Medikamentes über die Vene)
Man unterscheidet die verschiedenen Applikationsformen des gelösten Medikamentes nach der Applikationsdauer
- als Bolus-Injektion, d.h. die alleinige Gabe einer Spritze
- als Tropfinfusion zwischen 30 Minuten bis zu 2-4 Stunden
- als Infusion über Pumpensysteme für die Dauer von 24 Stunden oder länger.
- Kombinationen der verschiedenen Formen der intravenösen Therapie.
Subcutane Chemotherapie (Chemotherapie durch Spritzen unter die Haut)
Blasenspülungen
Nebenwirkungen
Eine Chemotherapie kann Krebszellen und schnell wachsende gesunde Zellen nicht unterscheiden. Schnell wachsende gesunde Zellen findet man besonders in Schleimhäuten (Mund, Speiseröhre, Magen, Darm, Genitalien), dem Knochenmark und den Haaren. Hier liegt auch der Grund für die häufig zu beobachtenden Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall; nach längerer Behandlung kann auch eine Veränderung des Blutbildes eintreten. Mann kann nie vorhersagen, wer von Nebenwirkungen betroffen sein wird und wer nicht. Treten Nebenwirkungen dennoch auf, gibt es viele Medikamente, die heute fast alle Beschwerden wirkungsvoll bekämpfen können.
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